Der Tagesrückblick – Lyft Aktie erfolgreich und Schmiergeld von Airbus

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Die wichtigsten Indizes der amerikanischen Börsen konnten am letzten Tag des ersten Quartals 2019 die höchsten Gewinne seit vielen Jahren verzeichnen. Neu Hoffnungen zur Lösung des Handelsstreit zwischen den USA und China trugen zu den Erfolgen bei. Die aktuellen Gespräche wurden von beiden Seiten als positiv bezeichnet und gaben den Börsenwerten neuen Aufschwung.
Der Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) beendete den Freitag mit einem Plus von 0,82 Prozent auf 25 928,68 Punkten und einem Wochengewinn von 1,7 Prozent. Für das erste Jahresviertel summiert sich damit das Plus auf 11,2 Prozent, womit es das stärkste erste Quartal seit 2013 ist.

Der S&P 500 stieg gestern auf 2.834,40 Punkte und legte damit im ersten Quartal um 13,1 Prozent zu. Das ist das beste Ergebnis seit 21 Jahren. Der NASDAQ beendete den Freitag mit 7.378,77 Zählern und konnte damit im ersten Quartal einen Gewinn von 16,6 Prozent verzeichnen. Auch hier konnten ähnlich gute Ergebnisse das letzte Mal im Jahre 2012 erzielt werden.
Der Eurokurs hat am Freitag im US-Handel leicht nachgegeben. Am Handelsschluss an der Wall Street wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1220 USD gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1235 (Donnerstag: 1,1218) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8901 (0,8914) Euro gekostet.

Anleger reißen sich um Lyft Aktie

Die Anleger habe sich zur Börsenpremiere von Lyft um den Uber Konkurrenten gerissen. Der Ausgabekurs lag bei 72 USD und kurz nach Ausgabe stieg der Kurs der Lyft Aktie an der New Yorker Technologiebörse bis auf 87,24 USD an. Das Unternehmen sammelte mit der Ausgabe von 32,5 Millionen Aktien mehr als 24 Milliarden USD ein, obwohl das Unternehmen bis jetzt noch keinen Dollar Gewinn gemacht hat. Die Anfrage war schon vor der Aktienausgabe so groß, dass Lyft den Ausgabepreis von 70 auf 72 USD erhöhen konnte.

AstraZeneca sammelt 2,69 Milliarden Pfund an der Börse ein

Das britische Arzneimittelunternehmen hat eine Kapitalerhöhung für die Krebsforschung eingesammelt. Das Unternehmen hat 44,4 Millionen Aktien zu einem Preis von jeweils 60,50 britischen Pfund ausgegeben. Am Tagesende lag der Wert an der Börse in London auf 61,35 Pfund. Die Kapitalerhöhung soll in die Kooperation mit dem japanischem Pharmaunternehmen Daiichi Sanko fließen, mit dem zusammen der Wirkstoff Trastusumab Deruxtecan entwickelt wird. Er soll gegen bestimmte Arten von Brust- und Magenkrebs eingesetzt werden können.

Britisches Parlament lehnt Brexit zum dritten Mal ab

Am Freitag hat das britische Parlament zum dritten Mal den ausgehandelten Brexit-Vertrag abgelehnt. Der harte Brexit zum 12. April erscheint jetzt immer realistischer. Der EU Ratschef Donald Tusk drückte sein Bedauern für die Entscheidung aus und rief einen EU-Sondergipfel am 10. April ein. Er erwarte jetzt von Großbritannien eine Richtung, wie es mit dem Brexit weiter gehen soll. Die Premierministerin May könnte theoretisch noch versuchen ein Abkommen von dem Parlament absegnen zu lassen, aber ihre Position wird immer schwächer, so das ein Rücktritt nicht mehr abwegig erscheint.

Die Linke wirft Landesregierung Planlosigkeit bei der Rettung der NordLB vor

Bis jetzt ist noch völlig unklar, was die NordLB mit den 200 Millionen Euro machen werde, mit denen sich Sachsen-Anhalt an einem Rettungspacket beteiligen soll. Die Oppositionsfraktion sieht erhebliche Risiken und Widersprüche in der Beteiligung des Bundeslandes. Außerdem wird die Informationspolitik des Finanzministers Andre Schröder kritisiert. Probleme werden viel zu spät kommuniziert und angegangen. Die Bank benötigt wegen Verlusten mit Schiffskrediten mindestens 3,5 Milliarden Euro. Das Land Sachsen-Anhalt ist mit sechs Prozent an der NordLB beteiligt.

Neue Korruptionsvorwürfe gegen Airbus

Der Spiegel und die französische Enthüllungsplattform Mediapart berichteten am späten Freitagabend von weiteren Dokumenten, die Manager des Konzerns belasten. Sie sollen beim Verkauf von Flugzeugen nach Ägypten Schmiergeldzahlungen vorgenommen haben. Insgesamt sollen 10 Millionen Euro an eine Beraterfirma gezahlt worden sein, mit der erst drei Monate nach dem Verkauf der Flugzeuge ein Vertrag unterzeichnet worden ist. Ein Großteil der Summe soll auf Anweisungen von Airbus an sechs verschiedene Firmen geflossen sein.


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Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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