EON Aktie verliert nach Vorlage der Jahreszahlen fast 3 Prozent

Diesen Beitrag bewerten

EON hat heute die Unternehmensergebnisse für das vergangene Jahr vorgestellt. Die Ziele wurden zwar erreicht, trotzdem ist der Umsatz zurück gegangen. Die Anleger strafen die Ergebnisse mit einem Wertverlust der Aktie von bis zu 3 Prozent ab.

Der EON Chef Johannes Teyssen musste den Anlegern heute von einem Umsatzrückgang im vergangenen Jahr von 20 Prozent berichten. Der Gewinn liegt aber mit 1,5 Milliarden Euro im höheren Bereich der Erwartungen der Analysten. Besonders im Netzgeschäft musste der Konzern Verluste bis zu 50 Prozent hinnehmen. Die Sparte erneuerbare Energien konnte aber höhere Gewinne erzielen als im Vorjahr.

Mit dem Ergebnis von 1,5 Milliarden Euro Gewinn, hat der Essener Energieversorger noch das Ergebnis aus dem Vorjahr um 5 Prozent übertroffen. Deswegen soll den Anlegern auch eine Dividendenerhöhung von 13 Cent gegönnt werden, sie erhalten jetzt 43 Cent pro Aktie.

Für das nächste Jahr hält sich der Energiekonzern mit den Prognosen etwas zurück. Sie wollen das Ebit bis zu 3,1 Milliarden Euro steigern, was bis zu 100 Millionen Euro über dem Wert aus 2018 liegen würde. Bei dem bereinigten Konzernüberschuss sollen in diesem Jahr bis zu 1,6 Milliarden Euro erzielt werden.

Am Mittwoch will auch Innogy die Bilanzzahlen veröffentlichen. Es könnte der letzte Auftritt als Innogy sein, den EON will den Konkurrenten übernehmen. Das Tochterunternehmen von RWE soll mit einem Milliarden-Deal abgeschlossen werden, nachdem sich EON danach nur noch um die Netzversorgung und den Vertrieb kümmert. Im zweiten Schritt der Übernahme will RWE dann den Bereich der erneuerbaren Energien übernehmen, der im Moment auch bei Eon die höchsten Gewinne erzielt hat.

Die benötigten Unterlagen wurde schon bei der EU-Kommission eingereicht und der Eon Chef Johannes Theyssen zeigte sich am Mittwoch zuverlässig, dass die erforderlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte erteilt werden. Erst vor kurzem sind die vertieften Prüfungen der europäischen Wettbewerbshüter angelaufen. Sie vermuten, dass eine zu große Marktmacht zu Preiserhöhungen für die Verbraucher führen könnte.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

siebzehn − sechs =