HSBC investiert weiterhin in Deutschland in die Zukunft

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Positiv fiel die Präsentation der Geschäftszahlen der HSBC Deutschland nicht aus. Die Anleger straften die deutlichen Rückgänge mit einem Wertverlust der Aktie von fast einem Prozent ab.

Es war keine leichte Aufgabe für Carola Schmettow. Sie musste am Mittwoch die schlechtesten Ergebnisse der Bank seit 2009 vorstellen. Ganze 32 Prozent brach der Vorsteuergewinn ein und beträgt jetzt nur noch 171 Millionen Euro. Letztes Jahr wurden noch 251 Millionen Euro erzielt. Auch der Jahresgewinn nach Steuern verschlechterte sich um denselben Prozentsatz auf 117 Millionen Euro.

Die HSBC Chefin verteidigte die schlechten Ergebnisse mit den fehlenden Sondererträgen und den hohen Investitionen, die HSBC in die IT-Struktur in Deutschland investiert hat. Die Bank hatte mit Verlusten bis zu 10 Prozent gerechnet, war aber nicht auf die schwache Verfassung der Devisenmärkte in Europa und den USA vorbereitet. Besonders im 4. Quartal hatte HSBC in Deutschland mit vielen Problemen zu kämpfen.

Letztes Jahr konnten noch viele Anlagen verkauft werden, die der Bank ein Rekordergebnis ermöglichten. Diese sind aber mittlerweile alle abgestoßen worden, so dass die Ergebnisse in diesem Jahr nicht durch den Verkauf von Anlagen aufgepolstert werden konnten.

In 2018 hat HSBC Deutschland stark in die Expansion investiert. Dadurch stiegen die Verwaltungskosten um fast 3 Prozent. Über 200 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, mittlerweile arbeiten rund 2100 Angestellt in Deutschland bei HSBC. Die neuen Investitionen machen sich aber in den operativen Erträgen noch nicht bemerkbar. Sie gingen sogar um 7 Prozent auf 735 Millionen Euro zurück.

Seit 2013 expandiert HSBC in Deutschland und kämpft besonders im Bereich Mittelständler mit Auslandsgeschäften um neue Kunden. In einzelnen Geschäftsbereichen machen sich die ersten Erfolge bemerkbar, die Kreditvergabe für mittelständige Kunden wuchs um 15 Prozent an. Auch die Übernahme der Wertpapierabwicklung der Commerzbank ist noch nicht abgeschlossen, langfristig sollen dadurch Einnahmen im zweistelligem Millionenbereich entstehen. Bis jetzt konnten aber nur Testversuche mit dem neuen System gemacht werden.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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