Keine Kaufempfehlung – Neue Probleme für Tesla Model 3

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Die Aktie des amerikanischen Elektroautokonzerns Tesla verlor heute über 3% an Wert, weil ein Verbrauchermagazin die Empfehlung zum Kauf des Model 3 zurückzog.

Für Elon Musk ist das Model 3 einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte von Tesla. Es soll das Auto für eine größere Käufergruppe werden, die sich die teuren Modelle nicht leisten konnten. Die Produktion des Model 3 wurde in den letzten Monaten mit viel Aufwand hochgefahren, um die Nachfrage nach dem Fahrzeug abzudecken.

Der neue Rückschlag trifft das Unternehmen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Elon Musk hat alle seine Hoffnungen in den günstigen Tesla gesetzt. Die Nachricht, dass das Magazin „Consumer Report“ die Kaufempfehlung für das Model 3 nach einem Jahr zurückgezogen hat, trifft Tesla also zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Das Magazin begründet seine Entscheidung mit den vielen Beschwerden der Besitzer. Sie haben den Lack, das Fahrzeuginnere und die Fenster bemängelt. Die Bewertungen spielen bei den Käufern in den USA eine große Rolle. Viele Käufer sichern Ihren Neuwagenkauf durch Bewertungen und Agenturen vor dem Kauf ab.

Das Tesla Werk hat erklärt, das viele dieser reklamierten Punkte schon adressiert und gelöst wurden. Mit dem Model 3 soll der Kundenstamm deutlich erhöht werden, deswegen trifft die Herabstufung das Unternehmen besonders hart. Erst heute hat Elon Musk bekannt gegeben, dass viele Tesla-Fahrer heute schon einen Autopiloten für 5000 USD in ihrem Fahrzeug freischalten können.

Die Technik ist schon in vielen Modellen von Tesla integriert und muss nur durch ein Softwareupdate aktiviert werden. Die Aktualisierung ist allerdings noch ein Fahrassistent, der die Fahrzeuge in der Spur halten kann und die Geschwindigkeit an die verschiedenen Situationen anpasst. Der Assistent soll noch kein autonomes Fahren ermöglichen, das soll laut dem Tesla Gründer aber schon ab 2020 möglich sein. Dann können die Fahrer sogar während der Fahrt schlafen und die Elektrofahrzeuge können sich selber einen Parkplatz suchen.

Bis jetzt liegt die juristische Verantwortung für die Fahrten noch bei den Fahrern, was sich aber auch in naher Zukunft ändern soll.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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