Ryanair Aktie bricht bei Veröffentlichung der Quartalszahlen nur leicht ein

Diesen Beitrag bewerten

Der irische Billig-Flug Anbieter hat seine Quartalszahlen heute veröffentlicht, die wie erwartet nicht gut aussahen. Die Aktie verlor daraufhin mehr als 2 Prozent ihres Werts.

In den vergangenen Monaten musst die Fluggesellschaft Ryanair schon mehrfach die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr korrigieren. Das Fiskaljahr läuft für das irische Unternehmen Ende März aus. Für das dritte Quartal musste das Management jetzt einen Verlust von 19,6 Millionen Euro veröffentlichen.

Der Grund für den großen Verlust liegt laut dem Vorstand bei den gefallenen Ticket-Preisen. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 106 Millionen Euro erwirtschaftet. In der Prognose des Vorstands drückt sich auch kein Optimismus aus, dass die Flugpreise diesen Sommer noch steigen werden. Die Aktie hat auf diese Nachricht eher schwach reagiert, da viele Analysten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet haben.

Erst im Januar hatte der irische Billigflieger die Prognosen für das Geschäftsjahr auf 1 Milliarde Euro Gewinn korrigiert. Es war die zweite Korrektur in dem Geschäftsjahr, schon im Oktober wurde wegen den Streiks und den hohen Kerosinpreisen eine Gewinnwarnung ausgegeben.

Die Probleme der Fluglinie hatten schon einige Personalumstellungen zur Konsequenz. Der Ryanair Chef Micheal O’Leary wird Chef der neuen Ryanair-Gruppe, in der die vier Fluggesellschaften Ryanair DAC, Laudamotion, Ryanair Sun und Ryanair UK vereinigt werden sollen. Er soll sich um die Entwicklung der Gruppe und besonders um die Kostenreduktionen und mögliche Übernahmen kümmern. Der Verwaltungsratsvorsitzende David Bondermann wird das Unternehmen am Ende des Jahres auch verlassen, anscheinend auf Druck der Investoren, die schon lange Veränderungen im Management verlangt haben.

Die schlechten Prognosen für das laufende Kalenderjahr hängen auch mit dem unsicheren Ausgang des Brexits zusammen, den O’Leary für die dümmste Idee seit 100 Jahren hält. Die Konsequenzen für das Unternehmen können bis jetzt noch nicht eingeschätzt werden, da Ryanair in Großbritannien einen großen Teil des Umsatzes generiert.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × 3 =