Wird Amerika zur Gefahr für die europäische Wirtschaft?

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Donald Trump lässt keine Möglichkeit aus, der amerikanischen Wirtschaft Vorteile zu verschaffen. Ob Verbal oder durch Schutzzölle, unter Donald Trump soll die USA wieder zu alter Stärke zurückfinden.

Das beste Beispiel für den Protektionismus der USA sind die Vorwürfe gegen den chinesischen Konzern Huawei. Die US-Behörden werfen dem Unternehmen vor Geschäfte mit dem Iran gemacht zu haben und Betriebsgeheimnisse von US-Unternehmen gestohlen zu haben. Müssen sich jetzt auch europäische Unternehmen Sorgen darüber machen, von den USA angegriffen zu werden? Donald Trump lässt keine Gelegenheit aus, um mit aller Macht den amerikanischen Unternehmen Vorteile auf dem Weltmarkt zu verschaffen.

Eine Möglichkeit um dies zu schaffen, ist der Schutz der Militärmacht USA. Mit dem Ausstieg der beiden Supermächte aus dem INF-Abrüstungsvertrag ist die atomfreie Zone Europa wieder auf den Schutz der USA angewiesen. Laut Trump wird dieser Schutz in Zukunft teuer werden, aber nicht nur auf direktem Wege. Man wird den Verbündeten die Regel diktieren, mit denen der Frieden nach Meinung der USA gesichert werden kann. Dann wird es kein Gas mehr aus Russland geben, sondern nur noch aus den USA.

In der Industrie wir mit harten Bandagen gekämpft und die USA werden sich dieses Spiel zu Nutze machen. Das beste Beispiel dafür ist die Zertifizierung der Düsenjäger, um mit amerikanischen Atomwaffen ausgerüstet werden zu können. Die USA weigert sich dem Eurofighter diese Zertifizierung zu geben. Hier werden Wirtschaft und Militärpolitik Vereinigt. Wer in Zukunft dem Schutz der Vereinigten Staaten würdig sein will, der muss auch seine Waffen von ihnen beziehen, oder in diesem Fall den F-35 Bomber des amerikanischen Herstellers Lockheed Martin. Es wird keine Souveränität mehr geben, entweder Feind oder Freund und Kunde.

Die Basis für die Überwachung der Industrie und der Politik wurde schon unter Obama ausgebaut. Wer sich noch immer der Illusion hingibt, dass das Telefon der Bundeskanzlerin Merkel zur Terroristenbekämpfung von der NSA abgehört wurde, wird auch nicht glauben, dass die dadurch erhaltenen Informationen nicht für die Vorteile der amerikanischen Wirtschaft genutzt werden. Diese Geheimdienste werden ja jetzt auch benutzt, um Huawei den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen amerikanischer Firmen nachzuweisen.

Die Europäische Wirtschaft und Politik wird unter Donald Trump zunehmender unter Druck gesetzt werden, nicht nur wegen den Handelsbilanzen. Es wird schwer sein, sich in der Zukunft dem Druck der USA zu entziehen, besonders für Unternehmen, die auf den Handel mit der USA angewiesen sind.

Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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