Volkswagen baut ein weiteres Werk für Elektroautos in China

Volkswagen China
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Der Wolfsburger Konzern hat jetzt die Genehmigung der chinesischen Behörden erhalten, ein neues Werk zu bauen. In Kooperation mit JAC will der Autokonzern in dem Werk 100.000 günstige Elektroautos für den chinesischen Markt bauen.

Volkswagen verkauft in China 40 Prozent seiner Fahrzeuge. Es ist der weltweit wichtigste Markt für das Unternehmen, dessen Kapazitäten jetzt in China erweitert werden sollen. Während in Deutschland und Europa einschneidende Sparkurse durchgesetzt werden, investiert Volkswagen in Hefei in Ostchina 700 Millionen Euro in ein neues Werk.

Der Wolfsburger Konzern setzt auf die Entwicklung der Elektromobilität und will in zehn Jahren 22 Millionen elektrische Fahrzeuge im Jahr herstellen. Die 14 New Energy Vehicle sollen zum größten Teil in China gebaut werden. Neben den rein elektrischen Fahrzeugen sollen auch Hybridwagen entwickelt werden.

Die Entwicklungsabteilung in China wird im Moment kräftig ausgebaut. Während in Deutschland Personal abgebaut wird, werden die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in China aufgestockt. Es arbeiten schon 4000 IT-Experten und Programmierer für Volkswagen in China, um die nötige Software zu entwickeln. Es wird an der Software für das autonome Fahren gearbeitet, genauso wie an Assistenzsystemen und der Software für die Elektromobilität.

Der mit dem chinesischen Automobilhersteller JAC entwickelte E20X, soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Das Fahrzeug soll die Nachfrage nach günstigen Elektrofahrzeugen auf dem chinesischen Markt decken. In dem letzten Jahr sank das erste Mal der Automobilverkauf in China, die Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugen stieg aber rasant. Im letzten Jahr wurden 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft, 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Prognosen für dieses Jahr sehen sogar noch besser aus. Der Branchenverband rechnet mit dem Verkauf von 1,6 Millionen E-Autos.

Es ist das zweite Werk in China, in dem Volkswagen mit einem chinesischem Partnerunternehmen in Elektrofahrzeuge investiert. In China entsteht auch mit dem Partner SAIV ein Werk, das 2020 rund 300.000 Elektrofahrzeuge herstellen soll. In das Werk hat Volkswagen 2 Milliarden Euro investiert. Das bereits bestehende Gemeinschaftswerk mit dem chinesischem Partner FAW soll auch dieses Jahr auf die Produktion von Elektroautos umgebaut werden. Bis jetzt hat Volkswagen den eGolf aus deutscher Produktion in China angeboten und mit Audi den A6 L etron, einem extra für den chinesischen Markt entwickeltes Hybridfahrzeug.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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