Vonovia übertrifft die Erwartungen der Analysten deutlich

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Der Bochumer Immobilienkonzern Vonovia veröffentlichte heute morgen das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft 2018. Die Zahlen übertrafen die Prognosen der Analysten.

Mit 1,07 Milliarden Euro verdiente Vonovia im vergangenen Jahr 15,8 Prozent mehr als in 2017. Die Mieteinnahmen stiegen um 13,6 Prozent auf 1,894 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte sich allerdings ein Ziel von 1,91 Milliarden Euro gesetzt. Die Dividenden pro Aktie werden um 12 Cent auf 1,44 Euro angehoben.

Der Immobilienkonzern Vonovia fiel im letzten Jahr durch seine umstrittenen Geschäftspraktiken auf, will aber in diesem Jahr die Kosten für Instandhaltung und Modernisierung um 2 Milliarden Euro steigern. In Deutschland sollen die Neubauinvestitionen mehr in Richtung kleiner, altersgerechte Wohnungen investiert werden.

Am Jahresende waren die Wohnungen von Vonovia fast alle vermietet. Im gesamten Jahr 2018 konnte der Leerstand um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden.2018 hat das Unternehmen die Mietkosten pro Quadratmeter um vier Prozent auf 6,52 Euro erhöht. Dies betraf vor allen Dingen die Ballungsräume, in die immer mehr Menschen ziehen wollen. Auch in diesem Jahr will der Konzern die Mieten in den Ballungsräumen weiter erhöhen.

Das gute Ergebnis konnte Vonovia durch den massiven Zukauf von Objekten im Ausland erreichen. 2018 wurden in Österreich und Schweden Immobilienkonzerne aufgekauft. Insgesamt besitzt der Immobilienkonzern jetzt fast 400.000 Wohnungen. Letztes Jahr kamen 23.000 Wohnungen in Österreich dazu, durch den Kauf der Buwog und 14.000 durch den Kauf von Victoria Park in Schweden. Im Moment stehen keine weiteren Ankäufe laut dem Konzernchef Rolf Buch an, obwohl das Unternehmen aber immer andere Portfolios überprüfe. Interessiert ist er vor allen Dingen an Immobilien in europäischen Metropolen wie Amsterdam oder Paris.

Für das laufende Jahr erwartet der Vorstandschef einen Anstieg die operativen Ergebnisse auf bis zu 1,19 Milliarden Euro. Dies soll auch durch den Bau neuer Einheiten gestützt werden. Im vergangenen Jahr hat Vonovia 1100 Wohnungen fertig gestellt. In diesem Jahr sollen es bis zu 2700 neue Wohnungen sein. Um dies zu erreichen, will Buch nachverdichten, das heißt vor allen Dingen weiter Stockwerke auf bestehende Häuser bauen. Dies erscheint ihm vor allen Dingen in Köln, Bonn, Leipzig, Hamburg und Wien sinnvoll.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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