Facebook droht neues Datenschutzproblem mit Nutzerdaten

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Laut CNBC hat es bei Facebook wieder eine Datenpanne gegeben. Es wurden anscheinend 540 Millionen Userdaten auf öffentlichen Amazon-Cloud-Servern gespeichert.

Sicherheitsexperten haben auf das neue Datenleck bei Facebook aufmerksam gemacht. Sie haben 540 Millionen Daten von Benutzern auf öffentlich zugänglichen Servern gefunden, berichtete heute die Datensicherheitsfirma UpGuard. Facebook hat die Daten anscheinend nicht selber dort ausgelagert, Partner sollen die Datenbanken angelegt haben. Laut Facebook sollen die Daten nicht besonders sensibel sein. Sie enthalten keine Finanzinformationen oder Sozialversicherungsnummern. Deswegen sollen sie sich nicht zum Identitätsdiebstahl nutzbar sein, wie der Equifax-Verstoß von 2017. Trotzdem wird deutlich, dass Facebook-Partner durch eigene Apps weiterhin erhebliche Datenmengen sammeln können und sie nicht immer ausreichend sichern.

Die Facebook Aktie verlor gestern ein Prozent an Wert und beendete den Tag leicht negativ.

Trotzdem wies Facebook den Fernsehsender CNBC auf die eigene Firmenpolitik hin, nachdem das Speichern von Daten auf öffentlichen Servern verboten ist. Sofort nach der Veröffentlichung des Datenlecks soll das Unternehmen das Problem sofort wieder behoben haben. Der Vorgang soll sich laut CNBC bereits im Januar ereignet haben, UpGuard soll Ende des Monats aber immer noch öffentlich zugängliche Daten gefunden haben.

Erst letztes Jahr wurden 50 Millionen Profile von Hackerangriffen betroffen. Hacker konnten sich durch eine Sicherheitslücke in das System hacken und fast 50 Millionen Nutzerprofile auslesen. Laut Facebook wurde die Sicherheitslücke geschlossen und das Unternehmen hat das FBI und die Behörden in Irland informiert, gemäß den Verordnungen der DSGVO.

Im Moment droht Facebook ein Bußgeld in Milliardenhöhe wegen der Datenweitergabe an Cambridge Analytica. Das Unternehmen scheint im Moment in Verhandlungen mit der Verbraucherschutzbehörde FTC über die Höhe der Zahlungen zu stehen. Es geht dabei um die Daten der 87 Millionen Facebook-Nutzer, die an die inzwischen aufgelöste britische Beratungsfirma Cambridge Analytica weitergegeben hat. Sinn der Nutzung der Daten war es, die US-Wahlen im Jahr 2016 zu beeinflussen. In der Auseinandersetzung mit der FTC geht es um die Vereinbarung mit der Verbraucherschutzbehörde aus dem Jahre 2011, in denen sich Facebook dazu verpflichtete, die Privatsphäre der Benutzer zu schützen.

Für das soziale Medienunternehmen war das letzte Jahr ein Skandaljahr. Erst kurz nachdem sich Mark Zuckerberg vor dem amerikanischen Kongress verantworten musste, konnten Hacker 50 Millionen Datensätze abgreifen. Im Dezember musste das Unternehmen dann zugeben, das 12 Tage lang auf unveröffentlichte Fotos von 6,8 Millionen Benutzern zugegriffen werden konnte.


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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