Levis erhöht den Ausgabepreis der Aktien auf 17 USD

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Aufgrund der großen Nachfrage konnte Levis den Ausgabepreis der Aktie von den vorher geplanten 14 – 16 USD auf 17 USD erhöhen.

Die zweite Aktienausgabe des Kulthersteller Levi Strauss legt heute einen erfolgreichen Börsengang hin. Es ist der zweite Börsengang, 1971 wurden die ersten Aktien ausgegeben, in den 80er Jahren wurde das Unternehmen aber wieder privatisiert. Unter dem Kürzel „Levi“ wird die Aktie heute von Levi Strauss an der New Yorker Börse ausgegeben. Die Marktbewertung liegt dann voraussichtlich bei 6,6 Milliarden Euro. Damit wird der Börsengang ein großer Erfolg für das Unternehmen.

Noch vor einigen Jahren hatte das Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen und dem angestaubten Image des Unternehmens zu kämpfen. 2011 übernahm der neue Vorstandschef Charles Bergh die Führung und machte das Unternehmen wieder lukrativ. Die derzeitigen Eigentümer sind die Nachfahren des 1853 aus Bayern ausgewanderten Levi Strauss. Er eröffnete mit seinem Partner Jacob Davis ein Textilgeschäft an der Westküste und spezialisierte sich auf die robuste Arbeitskleidung der Goldschürfer. Die beiden gelten als die Erfinder der Jeans.

Die Familie behält auch nach dem Börsengang ein mehrheitliches Stimmrecht. Sie behalten A-Aktien im Wert von 700 Millionen Euro, die ein zehnfaches Stimmrecht haben.

In den für den Börsengang benötigten Unterlagen gibt Levis einen Gewinn von 285 Millionen USD an, die Erlöse betrugen 5,6 Milliarden USD. In den 90er Jahren wurden noch bis zu 7 Milliarden Euro erzielt, bis die Jeans-Hose nicht mehr modisch angesagt war. Levis fehlte zu dieser Zeit eine klare Strategie und ein gutes Marketing.

Das Unternehmen wendete sich 2011 an den Konsumgüterspezialisten Charles Bergh, der vorher schon Gillette erfolgreich in Procter & Gamble integriert hat. Er fing an die Produktion ins Ausland zu verlegen und Kosten zu senken. Er musste mehr als 2 Milliarden USD Schulden abbauen und die Fertigung modernisieren. Heutzutage werden die Jeans mithilfe von Lasern gealtert und nicht mehr in kostenintensiven Waschvorgängen mit Steinen. Bis 2015 musste er an dem Image des Unternehmens arbeiten und auch für Frauen die Marke wieder interessant machen. Bis dahin waren 80 Prozent der Käufer männlich.

Die Einnahmen aus dem Börsengang werden in den Wachstum und in die Modernisierung des Unternehmens investiert. Levis arbeitet an einem neuen Comeback der Marke, mit neuen Produkten dem vermehrten Einsatz der sozialen Medien. Laut Bergh ist es sein Traum, das historische Umsatzhoch wieder zu erreichen und die Zehn-Milliarden-Hürde zu knacken.

Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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