Steht Ebay kurz vor der Zerschlagung?

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Die Aktie von Ebay legt stetig zu, in den letzten drei Monaten konnte das Wertpapier 32,51 Prozent zulegen. Gestern legte Ebay nochmals kräftig zu, wegen einem offenen Brief an die Geschäftsleitung von der Investmentfirma Elliott Management.

Wird der Internet-Gigant tatsächlich in naher Zukunft in verschiedene Firmen zerschlagen? Die Reaktion der Anleger nach einem Schreiben von Paul Singer fiel positiv aus. Der Chef der Investmentfirma Elliott Management aus New York pocht immer wieder auf die Trennung der einzelnen Sparten von Ebay, aber noch nie mit so viel positiver Resonanz.

Der aktivistische Investor will mit der Zerschlagung des Unternehmens den Wert der Aktien bis um 100 Prozent steigern. Er ist sicher, dass er den Wert des Unternehmens durch diese Maßnahmen steigern kann, obwohl dies bei vielen anderen Unternehmen nicht so erfolgreich war.

Der Investor hält im Moment 4 Prozent der Aktien von Ebay und hat mit seinem 5 Punkte Plan sicherlich auch eigene Vorteile im Sinn. Dabei spielt die Angst einer Übernahme von einem der Giganten wie Walmart und Google sicher auch eine Rolle. Die beiden Sparten StubHub und Ebay Classified sollen seiner Meinung nach verkauft werden.

StubHub ist ein Onlinemarktplatz für Tickets für Sportveranstaltungen, Konzerte und das Theater. Der Verkauf wird besonders für die Konkurrenz interessant sein, sprich Ticketmaster oder das deutsche CTS Eventim. Eliott spricht aber von einem Verkaufspreis von bis zu 4,5 Milliarden USD, mit dem Preis wird er aber wahrscheinlich weit neben dem wahren Wert liegen.

Auch der Preis von Ebay Classified Groups wird mit bis zu 12 Milliarden USD nicht sehr realistisch sein. Singer hat mit seinen Vorschlägen nicht immer recht gehabt. Diesmal scheint er aber von dem Hedgefond Starboard Value unterstützt zu werden, die dem Management von Ebay auch ihre Vorschläge unterbreiten wollen. Wie das Unternehmen auf die Vorschläge der Anleger reagieren wird, ist noch nicht bekannt. Wird es die gleiche Geschichte wie mit Paypal, dass auch aus der Gruppe getrennt wurde und selber an die Börse gebracht wurde?


Thomas Pentzek wanderte 1992 nach Mexiko aus und hat 20 Jahre in führenden Positionen in der Automobil- und Textilindustrie gearbeitet. Durch die praktische Erfahrung in der Industrie, in internationalen Unternehmen wie Volkswagen, Ford und Nissan, sowie mit vielen Automobilzulieferanten, konnte er viele Erfahrungen im Controlling sowie Lean Management und Six Sigma machen.

Seit 2012 arbeitet er als freier Journalist und Autor. In dieser Zeit entstanden einige Bücher über das Unternehmensmanagement.

 

Thomas Pentzek auf: LinkedIn

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