DAX legt den Rückwärtsgang ein – Wall Street sendet Verkaufssignal

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Wer am heutigen Morgen auf die Kurstafel in Frankfurt schaut, könnte meinen, die letzte Handelswoche hätte es nicht gegeben. Der Seitwärtstrend im Deutschen Aktienindex hält nach wie vor an, Impulse in die eine oder andere Richtung sind auch zum Start in die neue Woche eher Mangelware.

Etwas Optimismus in Sachen Handelsstreit schwindet, nachdem eine chinesische Delegation ihren Besuch in den USA kurzfristig abgesagt hat und US-Präsident Trump wieder mal auf Zeit spielt. Es darf nicht vergessen werden, dass mit jedem Tag, den der Konflikt nicht gelöst wird, die negativen Effekte auf die Weltwirtschaft zunehmen. Da reicht es nicht, dass nichts passiert.

Vielleicht auch deshalb hat die Wall Street in den letzten Handelsstunden vor dem Wochenende das Signal gesendet, das die Tage zuvor noch ausgeblieben war. Aus technischer Sicht mehren sich zumindest dort jetzt die Zweifel an einer Fortsetzung der Rally. Hinzu kommt, von nun an bis zum 4. Oktober – dem Brückentag nach dem Tag der Deutschen Einheit – befindet sich der DAX aus statistischer Sicht in einer negativen Phase.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Kurse hier im Schnitt immer deutlich gefallen. Das endgültige Verkaufssignal dafür fehlt zwar noch. Denn im Gegensatz zum Dow Jones hat der DAX seine Unterstützung bei 12.294 Punkten noch nicht gerissen und ein Top ausgebildet. Allerdings kommt der Markt bei 12.465 Punkten auch nicht weiter und das lässt ein paar Fragen offen.

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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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