DAX startet im Plus – Die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff lebt wieder auf

Die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus, der ein ganzes Stück mehr Normalität in Wirtschaft und Gesellschaft zurückbringt, lebt weiter. Der Pharmakonzern AstraZeneca hat am Wochenende die spätklinische Testphase seines Wirkstoffs AZD1222 wieder aufgenommen, nachdem in der mehrtägigen Unterbrechung die Erkrankung einer britischen Patientin auf Multiple Sklerose und nicht auf den Impfstoff zurückgeführt werden konnte. Das dürfte in dieser Woche die Hoffnung auf eine zügige Entwicklung von Impfstoffen wieder aufleben lassen. Ein wirksames Mittel gegen das Virus steht derzeit ganz oben auf der Wunschliste der Anleger, um den Weg zurück in die Normalität und in eine Zeit nach der Pandemie zu starten.

Die Technologieaktien in New York haben das Korrektur-Tief erneut getestet und es hat gehalten. Allerdings notiert der Nasdaq-Index jetzt an der Unterseite der Widerstandszone von 11.225 Punkten, deren Bruch weiteres Abwärtsrisiko mit sich bringen könnte. Für die Handelseröffnung am Nachmittag stehen die Zeichen für eine starke Eröffnung an der Wall Street zunächst einmal nicht schlecht, die Futures notieren allesamt komfortabel im Plus. Gleichzeitig aber verzeichnen deutsche und auch US-Staatsanleihen Gewinne. Steigende Notierungen hier deuten auf ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis der Anleger hin.

Anleger scheinen mehr und mehr der Fähigkeit der Technologieaktien zu misstrauen, ihre Rally fortsetzen zu können. Einige der großen FANGMAN-Aktien haben vor dem Wochenende noch einmal tiefere Kurse als in der ersten Phase der Korrektur erreicht, so etwa Amazon. Der Onlinehandel-Profiteur ist an der Börse aktuell 1,6 Mal so viel wert wie der DAX. Eine Trendwende in dieser Aktie könnte ausreichen, um den Gesamtmarkt ins Wanken zu bringen.

Der DAX unterzog sich am Freitag einer Konsolidierung, die neutral zu werten ist. In der neuen Handelswoche könnte es nun einen Angriff auf das Verlaufshoch aus der vergangenen Woche bei 13.462 Punkten geben.

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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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