DAX versucht sich erneut am Widerstand – Sommerloch vorerst bis zum G20-Gipfel

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Aus saisonaler Sicht befindet sich der Deutsche Aktienindex jetzt bis Ende des Monats in einer schwachen Phase. Dazu passt auch gut das fundamentale Bild, was sich unter anderem im Warten auf den G20-Gipfel in zwei Wochen an der Börse widerspiegelt. Sollte das Treffen von US-Präsident Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Hinweise liefern, dass die Welt wirtschaftlich wieder stärker zusammenarbeitet, könnte das im Juli dann wieder einige gute Tage an der Börse bringen. 
 
Die amerikanische Notenbank wird kommende Woche aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht die Zinsen senken. Die am Markt veranschlagte Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 24 Prozent. Es könnte gut sein, dass die Fed den G20-Gipfel und die Wochen danach abwarten will – die nächste Sitzung ist dann Ende Juli. Hier rechnet der Markt dann schon mit einer Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent, dass Jerome Powell an der Zinsschraube nach unten dreht. 
 
Technisch betrachtet befindet sich der DAX nach der starken Rally seit Jahresbeginn jetzt in einer gesunden Konsolidierung, die sich zeitlich auch noch weiter ausdehnen kann. Für den Moment ist alles über 11.835 ausbaufähig in Richtung 12.531 Punkte, ein Rutsch darunter aber eröffnet Verlustpotenzial bis in die 11.400er Region. Der Widerstand nach oben bleibt bei 12.180 Zählern.

Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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