Im DAX läuft die erwartete Gegenbewegung

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Durch die Konjunktursorgen, die in der vergangenen Woche in Folge der Zinsentscheidung der US-Notenbank und der Einkaufsmanagerindizes aufgeflammt sind, ist der DAX in eine stärkere Gegenbewegung geraten. Dabei passen die fundamentalen Entwicklungen ziemlich gut zu den charttechnischen. Denn auch ohne die Konjunktursorgen war ein Rücksetzer zu befürchten.

DAX am Widerstandsbereich abgeprallt

Schließlich schrieb ich vor genau einer Woche bereits, dass der Markt überkauft war. Und der DAX hatte zwar zwei Hürden überwunden, jedoch noch drei vor der Brust. Daher war aus Sicht der Target-Trend-Methode die Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten prädestiniert, den DAX dort in eine stärkere Gegenbewegung oder längere Konsolidierung zu drängen. Letztlich konnte aber schon die erste der drei verbliebenen Hürden – das Tief vom 29.08.2017 bei 11.868,84 Punkten – nicht mehr überwunden werden. Stattdessen ist der Index nun unter wichtige Widerstände zurückgefallen, die er zuvor mühevoll überwunden hatte.

DAX - Target-Trend-Analyse

Unterstützung erhielten die Kurse von einer der am 14. Februar neu gezeichneten (rot gestrichelten) Konsolidierungslinien (siehe „So wird der DAX von Abwärtslinien dominiert“, grüner Pfeil im Chart). Das ist sehr erfreulich, bestätigt sich doch damit erneut deren Relevanz. Geholfen hat aber auch eine wichtige Aufwärtstrendlinie, welche die Tiefs vom September 2011 und Februar 2016 verbindet (dick grün).

Bislang nur eine normale Gegenbewegung

Und bis dorthin hat der DAX bislang nur ca. 50 % der zweiten Aufwärtswelle der Kurserholung korrigiert. Es handelt sich bei den aktuellen Kursverlusten also lediglich um eine völlig normale Gegenbewegung nach den vorangegangenen Kursgewinnen. Passend dazu äußerte ich vor einer Woche die Erwartung, dass über einen Rücksetzer lediglich wieder etwas Luft aus den aufgeblasenen Kursen abgelassen wird, um damit den nächsten Aufstieg vorzubereiten.

Wichtige Kursmarken für den Rücksetzer

Nun gilt es zu beobachten, ob es dazu kommt. Zweifeln muss man daran erst, wenn der DAX das Zwischentief vom 8. Februar bei 10.863,56 Zählern unterschreitet. Denn dann hätte der Index mehr als 61,80 % der gesamten Kurserholung wieder abgegeben. Stellen sich die heutigen Kursgewinne nur als kleine Zwischenerholung im laufenden Rücksetzer heraus, dann wäre ein passendes Kursziel für das „Luftablassen“ die Rechteckgrenze bei 11.170 Punkten.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage

Ihr
Sven Weisenhaus

(Quelle: www.stockstreet.de)

Sven Weisenhaus ist Chefredakteur des renommierten Börsen-Newsletters Börse-Intern, der vom bekannten Börsen-Portal Stockstreet.de herausgegeben wird. Er schreibt dort auch die Analysen des „Target-Trend-Spezial“ - einem börsentäglichen Dienst, der den DAX und andere Indices nach der berühmten Target-Trend-Methode analysiert.

www.stockstreet.de

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