Wie man den DAX derzeit traden kann

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Der DAX hat in der aktuellen Korrektur bereits mehr als 1.000 Punkte bzw. fast 8,6 % verloren. Binnen weniger Tage gab der Index seinem Jahreshoch, das bei 12.656,05 Punkten lag, bis zum gestrigen Tief bei 11.567,96 Zählern ab. Mit diesen überaus dynamischen Kursverlusten wurde der Aufwärtstrend, der Ende 2018 begann, um fast 50 % korrigiert (siehe blaue Fibonacci-Linien im folgenden Chart). Nimmt man den außerbörslichen Handel hinzu, so wurde die 50 %-Marke sogar bereits unterschritten.

DAX - Fibonacci-Retracements

Zwar hatten wir eine saisonal schwächere Phase erwartet und hier in der Börse-Intern schon frühzeitig auf das mögliche Hoch Mitte/Ende Juli hingewiesen, die aktuelle Abwärtsdynamik ist dennoch beeindruckend. (Glücklicherweise hatten wir im Target-Trend-Spezial zwei kurzfristige Short-Trades empfohlen und diese vorgestern nach den Kursverlusten per Stop-Loss abgesichert, so dass ein schöner Trading-Gewinn entstand.)

Politische Börsen haben kurze Beine

Nun wurde der Einbruch allerdings durch externe Einflüsse befeuert, konkret von den Aussagen Donald Trumps bezüglich des Handelskriegs und der Reaktion der Chinesen. Häufig sind derart politisch motivierte Börsen aber eher kurzfristiger Natur. Und so könnte es bei einer heftigen, aber kurzen Korrektur bleiben. Dies würde auch zum saisonalen Muster passen, wonach die Kurse eher bis zum Jahresende seitwärts konsolidieren.

DAX - saisonaler Kursverlauf in US-Vorwahljahren

Andererseits muss die hohe Abwärtsdynamik als ein Warnsignal für weiter fallende Kurse gewertet werden.

Auf das Ausmaß einer Gegenbewegung kommt es an

Um die weitere Entwicklung aber abschätzen zu können, sollte man eine Gegenbewegung abwarten. Denn von deren Ausmaß kann man auf die Stärke der Bullen bzw. Bären schließen. Je nachdem, welchen Eindruck man dabei gewinnt, kann man in die steigenden Kurse hinein (erneut) Short-Positionen (zu höheren Kursen) ins Depot (zurück)holen, um dann von einer erneuten Abwärtswelle zu profitieren.

Gestaffelter Einstieg

Um Kursziele für das Platzieren von Short-Trades zu finden, kann man die Fibonacci-Marken an die aktuelle Abwärtsbewegung anlegen.

DAX - Fibonacci-Retracements

Kann sich der DAX bis auf 11.978,54 Punkte erholen (38,20 % der Abwärtsbewegung), könnte man einen ersten Short-Trade eingehen. Ebenso bei 50 % und bei 61,80 %.

Steigt der DAX aber noch weiter, sollte man davon ausgehen, dass der DAX eher seitwärts konsolidiert, so wie es der saisonale Chart ja auch erwarten lässt. Dann sollte man die Trades oberhalb des Trendhochs von 12.656,05 Punkten absichern und versuchen, diese bei fallenden Kursen schnell auf Einstandskurs abzusichern.

Wirklich bullish wird es nun erst wieder, wenn die Gegenbewegung hochdynamisch ausfällt. Und klar bullish wird es natürlich, wenn die alten Jahreshochs dynamisch überwunden werden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus

(Quelle: www.stockstreet.de)

Sven Weisenhaus ist Chefredakteur des renommierten Börsen-Newsletters Börse-Intern, der vom bekannten Börsen-Portal Stockstreet.de herausgegeben wird. Er schreibt dort auch die Analysen des „Target-Trend-Spezial“ - einem börsentäglichen Dienst, der den DAX und andere Indices nach der berühmten Target-Trend-Methode analysiert.

www.stockstreet.de

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