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Kapitalertragssteuer einfach weg hebeln?

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  • Kapitalertragssteuer einfach weg hebeln?

    So wie ich es verstehe wird beim Schließen eines Trades von einem deutschen Broker automatisch die Kapitalertragssteuer abgezogen. Bedeutet das nicht, dass ich wenn ich nun z.B. statt einem Hebel von 5 einen Hebel von 7,14 verwende ich die Kapitalertragssteuer einfach weg gehebelt habe? Denn dann wird ja netto jeder Trade so verbucht als hätte ich mit 5 gehebelt und müsste keine Kapitalertragssteuer zahlen?

    Also wenn ich z.B. 10.000 Euro habe und ich handle mit einem Hebel von 5 also 50.000 Euro und mache 1% Gewinn, dann habe ich 500 Euro mehr. Nun will der Staat aber seine 30% (inkl. Soli). Also heble ich statt mit 5 eben mit 7,14, investiere also 71400 Euro. Mache 1% Gewinn, also 714 Euro und in meinem Account werden mir 500 Euro gut geschrieben. Also gleiches Resultat für mich. Verliere ich, dann bekomme ich die Kapitalertragssteuer stattdessen gut geschrieben, verliere also statt z.B. 714 Euro eben auch nur 500 Euro.

    Hab ich damit recht oder steh ich irgendwie auf dem Schlauch? Denn wenn ich es so sehe ist für mich als Kleinanleger die Kapitalertragssteuer dann ja ein durchlaufender Nullposten.

    Nach dieser Logik wäre man bei einem deutschen Broker dann sogar steuerlich im Vorteil, denn bei einem ausländischen Broker geht das Risiko mit einem höheren Hebel zu meinen Lasten also der Hebel passt dann evtl nicht mehr zu meinem Risikomanagement. Bei einem deutschen Broker ist es aber so als führe der Staat einfach meine Trades synchron aus auf eigenes Risiko. Mein Moneymanagement gerät also nicht in Gefahr.
    Zuletzt geändert von Ayatollah; 11.03.2019, 12:53.

  • #2
    Zitat von Ayatollah Beitrag anzeigen
    So wie ich es verstehe wird beim Schließen eines Trades von einem deutschen Broker automatisch die Kapitalertragssteuer abgezogen. Bedeutet das nicht, dass ich wenn ich nun z.B. statt einem Hebel von 5 einen Hebel von 7,14 verwende ich die Kapitalertragssteuer einfach weg gehebelt habe? Denn dann wird ja netto jeder Trade so verbucht als hätte ich mit 5 gehebelt und müsste keine Kapitalertragssteuer zahlen?

    Also wenn ich z.B. 10.000 Euro habe und ich handle mit einem Hebel von 5 also 50.000 Euro und mache 1% Gewinn, dann habe ich 500 Euro mehr. Nun will der Staat aber seine 30% (inkl. Soli). Also heble ich statt mit 5 eben mit 7,14, investiere also 71400 Euro. Mache 1% Gewinn, also 714 Euro und in meinem Account werden mir 500 Euro gut geschrieben. Also gleiches Resultat für mich. Verliere ich, dann bekomme ich die Kapitalertragssteuer stattdessen gut geschrieben, verliere also statt z.B. 714 Euro eben auch nur 500 Euro.

    Hab ich damit recht oder steh ich irgendwie auf dem Schlauch? Denn wenn ich es so sehe ist für mich als Kleinanleger die Kapitalertragssteuer dann ja ein durchlaufender Nullposten.

    Nach dieser Logik wäre man bei einem deutschen Broker dann sogar steuerlich im Vorteil, denn bei einem ausländischen Broker geht das Risiko mit einem höheren Hebel zu meinen Lasten also der Hebel passt dann evtl nicht mehr zu meinem Risikomanagement. Bei einem deutschen Broker ist es aber so als führe der Staat einfach meine Trades synchron aus auf eigenes Risiko. Mein Moneymanagement gerät also nicht in Gefahr.
    Mit Prozentrechnen hast du es nicht so?
    Aktienkurse folgen keinen Linien, aber die Linien folgen
    den Aktienkursen. (Fundamentalist)
    Ein Fundi malt Charts oder meine ersten Erfahrungen mit Scheißhausformationen:
    http://www.aktienboard.com/forum/f7/...58#post2920696

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    • #3
      Naja du kannst halt keine negative Kapitalertragssteuer geltend machen, gutgeschrieben bekommst du nichts. Du kannst Sie zwar gegen eventuelle Gewinne aufrechnen, wenn du aber am Ende des Jahres unter 0 dastehst bekommst du das Geld vom FA nicht zurück.

      Und das ist eben auch das Problem: Mit einem höhren Hebel gehst du natürlich auch ein höheres Verlustrisiko ein, brauchst also entsprechend mehr Kapital in der Hinterhand.

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      • #4
        Zitat von Benjamin Beitrag anzeigen
        Naja du kannst halt keine negative Kapitalertragssteuer geltend machen, gutgeschrieben bekommst du nichts. Du kannst Sie zwar gegen eventuelle Gewinne aufrechnen, wenn du aber am Ende des Jahres unter 0 dastehst bekommst du das Geld vom FA nicht zurück.

        Und das ist eben auch das Problem: Mit einem höhren Hebel gehst du natürlich auch ein höheres Verlustrisiko ein, brauchst also entsprechend mehr Kapital in der Hinterhand.

        Ok das war mir jetzt nicht klar, dass man Verluste dann nicht ausbezahlt bekommt. Aber solange man mit seinen Trades im Gewinnbereich liegt hätte ich recht. Denn dann trägt der Staat ja ein Teil des Risikos. Wenn ich z.B. mit Hebel 7,14 handle dann wäre es als würde ich mit Hebel 5 handeln und parallel einen Trade von 2,14 für den Staat machen. Denn im Verlustfalle kriege ich ja den Schaden sofort verrechnet, sprich der Broker erstattet mir dann gleich den Teil des Risikos der auf den Staat gelaufen ist.

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        • #5
          Zitat von Ayatollah Beitrag anzeigen

          Denn im Verlustfalle kriege ich ja den Schaden sofort verrechnet, sprich der Broker erstattet mir dann gleich den Teil des Risikos der auf den Staat gelaufen ist.
          Nein, auch der Broker erstattet dir nichts zurück. Wenn du 100 Euro verlierst sind die weg, egal welcher Hebel. Das kannst du erst Ende des Jahres gegen deine Gewinne aufrechnen (evtl. macht das manch ein Broker auch schon direkt auf deinen nächsten Gewinn, da bin ich mir nicht sicher, aber ich denke eher nicht).

          D.h. wenn wir mal die Nachschusspflicht aussen vorlassen: Du machst einen Trade mit 100€ und erzielst 100€ Gewinn, dann bekommst du von einem deutschen Broker ~170€ gutgeschrieben, wenn die Position aufgelöst wird.

          Machst du einen Trade mit 100€ und verlierst das Geld komplett, bekommst du nichts gutgeschrieben.

          Und damit macht auch deine Aussage mit dem Risiko keinen Sinn: Denn das komplette Risiko trägst du (und je höher der Hebel desto höher natürlich auch das Risiko). Denn der Staat bekommt Geld von dir, wenn du Gewinne machst, du bekommst aber kein Geld, wenn du Verluste machst.

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          • #6
            Ganz so einfach ist es auch nicht, es gibt ja auch noch das Handelsgesetz (Siehe verlinkter Artikel). Und es stimmt, der Broker gibt dir nichts zurück. Was ich allerdings nicht weiß, wie wird das aufgerechnet, wenn man keine Gewinne gemacht hat ?!
            Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) regelt eine Vielzahl von Aspekten im Zusammenhang mit Wertpapiertransaktionen. Über das Wertpapierhandelsgesetz hinaus sind eine Reihe weiterer Gesetze „wertpapier-relevant“.

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            • #7
              Zitat von Ayatollah Beitrag anzeigen
              So wie ich es verstehe wird beim Schließen eines Trades von einem deutschen Broker automatisch die Kapitalertragssteuer abgezogen. Bedeutet das nicht, dass ich wenn ich nun z.B. statt einem Hebel von 5 einen Hebel von 7,14 verwende ich die Kapitalertragssteuer einfach weg gehebelt habe? Denn dann wird ja netto jeder Trade so verbucht als hätte ich mit 5 gehebelt und müsste keine Kapitalertragssteuer zahlen?

              Also wenn ich z.B. 10.000 Euro habe und ich handle mit einem Hebel von 5 also 50.000 Euro und mache 1% Gewinn, dann habe ich 500 Euro mehr. Nun will der Staat aber seine 30% (inkl. Soli). Also heble ich statt mit 5 eben mit 7,14, investiere also 71400 Euro. Mache 1% Gewinn, also 714 Euro und in meinem Account werden mir 500 Euro gut geschrieben. Also gleiches Resultat für mich. Verliere ich, dann bekomme ich die Kapitalertragssteuer stattdessen gut geschrieben, verliere also statt z.B. 714 Euro eben auch nur 500 Euro.

              Hab ich damit recht oder steh ich irgendwie auf dem Schlauch? Denn wenn ich es so sehe ist für mich als Kleinanleger die Kapitalertragssteuer dann ja ein durchlaufender Nullposten.

              Nach dieser Logik wäre man bei einem deutschen Broker dann sogar steuerlich im Vorteil, denn bei einem ausländischen Broker geht das Risiko mit einem höheren Hebel zu meinen Lasten also der Hebel passt dann evtl nicht mehr zu meinem Risikomanagement. Bei einem deutschen Broker ist es aber so als führe der Staat einfach meine Trades synchron aus auf eigenes Risiko. Mein Moneymanagement gerät also nicht in Gefahr.
              Wenn du verlierst und deine 10.000 € mit einem Hebel von 7.14 gesetzt hast, dann verlierst du nicht nur 1% des eingesetzten Geldes sondern eben alles. Warum sollte der Broker dir irgendetwas Gutschreiben?

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