DAX prallt an der 13.300er Marke ab – Chinas Industriegewinne brechen ein

Die Börse ist langsam, aber sicher gesättigt, was die Versprechen rund um den Handelskonflikt anbelangt. Die Investoren wollen jetzt Fakten sehen, geredet und versprochen wurde genug. Das Wall Street Journal berichtet, dass die Gespräche zur ersten Phase eines Handelsabkommens einen großen Sprung nach vorne gemacht hätten und dass beide Seiten gerade am Vertragstext arbeiten würden – zwar kein Versprechen, aber eben auch nur ein Medienbericht.

Man kann nur hoffen, dass hinter dem Mangel an Details in den Nachrichten zum Handelskonflikt diplomatisches Kalkül steckt und dass es kein Hinweis darauf ist, dass gar keine Fortschritte gemacht werden. Das wäre überhaupt nicht gut für die Börsen, die so sehr auf eine Einigung hoffen. Kämen beide Seiten einer Unterschrift aber tatsächlich näher, wäre das auch die Nachricht, die notwendig ist, um den Deutschen Aktienindex auf ein neues Jahreshoch zu hieven. Dies wiederum würde das Risiko eines aus technischer Sicht drohenden Trendwendemusters entschärfen.

Die chinesischen Industriegewinne sind im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Prozent eingebrochen. Das ist der stärkste Rückgang seit dem Jahr 2011. Also auch die chinesische Seite, die mit fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen der konjunkturellen Schwäche bislang entgegensteuerte, muss an einer Einigung und vor allem an der Zurücknahme von Strafzöllen interessiert sein.

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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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