DAX stabilisiert sich – Ölpreise ziehen trotz Reserve-Freigabe an

Die Freigabe von strategischen Öl-Reserven hat eher einen psychologischen Effekt als dass dadurch die angespannte Angebotssituation am weltweiten Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann. Solange die OPEC ihre Produktion nicht deutlich und dauerhaft an die erhöhte Nachfrage anpassen kann und einzelne Mitgliedsländer über Produktionsprobleme klagen, dürfte sich an den hohen Ölpreisen nichts ändern.

Die Pandemie löste auch eine Panik-Reaktion der amerikanischen Schieferölindustrie aus, die ihre Ölproduktion für die kommenden beiden Jahre bereits zu 20 bis 30 US-Dollar tieferen Preisen komplett im Voraus verkauft hat. Hier sind keine massiven neuen Investitionen zu erwarten, zumal auch die Biden-Regierung mit Blick auf den Umweltschutz das regulatorische Risiko für die Fracking-Industrie erhöht hat. Der hohe Ölpreis ist damit zu einem Großteil ein Symptom mangelnder Investitionen in fossile Energieträger.

Mit weiter hohen Energiepreisen ist auch keine Entspannung an der Inflationsfront in Sicht. Auch deshalb mehren sich die Stimmen, die Geldpolitik müsse früher etwas gegen die steigenden Preise unternehmen als bislang vom Markt erwartet. Die Zinssorgen sind am Aktienmarkt zurück und belasten vor allem die Technologiewerte, während der Gesamtmarkt unter dem weiter dynamischen Infektionsgeschehen in der Pandemie leidet. Die Vorzeichen für eine Jahresendrally waren in den vergangenen Wochen schon einmal besser.

Vor diesem Hintergrund ist die aktuelle Stabilisierung des Deutschen Aktienindex durchaus als Erfolg zu werten. Der Index wird auch durch einen schwachen Euro gestützt, da sich damit die Aussichten für die Exportindustrie positiver darstellen. Ob nun aber vor Thanksgiving in den USA noch eine Stabilisierung gelingt, könnte auch von den heutigen Wirtschaftsdaten abhängen. Mit dem Ifo-Index hier in Deutschland, dem Bruttoinlandsprodukt, den Zahlen zu den langlebigen Wirtschaftsgütern und den Arbeitsmarktdaten aus den USA wird heute ein Füllhorn an Daten über der Börse ausgekippt.

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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

 

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