Aktuelle Inhalte

4. März 2019
Von: Benjamin

Aktuelle Kolumnen

Da haben sich die Märkte also doch geirrt!

26 März, 2019 7:58 am

Sehr verehrte Leserinnen und Leser, in der Vorwoche titelte ich an dieser Stelle „Wenn sich die Märkte da mal nicht irren!“ Gemeint war, dass die Markterwartungen einer sehr starken Zurückhaltung der Fed übertrieben sein könnten. Das waren sie auch, aber...

Weiterlesen

Wo ist der positive Impuls?

25 März, 2019 6:48 pm

Konjunkturelle Sorgen haben die Aktienmärkte in der letzten Woche gedrückt. So fürchtet man mittlerweile, dass die Wirtschaftsentwicklung in eine Rezession abgleiten könnte. In China hingegen sorgte die Konkretisierung der Steuersenkungspläne seitens der chinesischen Regierung für eine freundliche Stimmung. Doch auch...

Weiterlesen

Gute Ifo-Werte geben DAX Schwung + Nikkei verliert

25 März, 2019 9:13 am

Guten Morgen liebe Traderinnen und Trader, herzlich willkommen in einer neuen Handelswoche. Wie war Dein Handelstag am Freitag und Dein Wochenende? Fit und erholt. Ready for new trades? Tip-top, dann legen wir gleich los. Der März hat sich außerordentlich gut...

Weiterlesen

Aktuelle Unternehmensneuigkeiten

Der Börsenspiegel – Wirecard rehabilitiert und Bertelsmann jubelt!

26. März 2019 16:29
Diesen Beitrag bewerten

Was geschah heute an den europäischen Börsen – informieren Sie sich jetzt!

Erfreuliche Nachrichten aus China und mit einem Kurssprung von Wirecard, kann der DAX sich wieder erholen und erreicht am Nachmittag einen Stand von 11.400 Punkten.

Kurssprung von Wirecard

Am frühen Nachmittag konnte der Aktienwert des Zahlungsanbieter um 30 Prozent auf 130 Euro zulegen. Der Abschlusssbericht der Kanzlei Rajah & Tann brachte zwar einige Unregelmäßigkeiten zutage, Scheinumsätze oder verschobene Geldern konnten nicht entdeckt werden. Damit hat das Unternehmen die Vorwürfe entkräftet!

Schöner Wohnen konnte Jahresergebnis um elf Prozent verbessern

Der Immobilienkonzern hat im letzten Jahr sein operatives Ergebnis um elf Prozent auf 480 Millionen Euro verbessert. Grund dafür sind vor allen Dingen die gestiegenen Mieten. Die Dividende der Aktie soll von 80 auf 87 Cent angehoben werden.

Uber kauft vor Börsengang noch einen Konkurrenten

Uber baut seine Position im Nahen Osten durch den Kauf des Konkurrenten Careem aus. Für 3,1 Milliarden USD bekommt Uber den schnell wachsenden Konkurrenten und will die beiden Marken unabhängig voneinander betreiben. Eine spätere Zusammenarbeit soll aber beide Marken effizienter machen.

Merck bietet 6 Milliarden USD für den US-Konzern Versum Materials

Obwohl der amerikanische Konzern sich im Januar für eine vier Milliarden USD schwere Fusion mit dem US-Konzern geeinigt hat, startet der Darmstädter Pharmakonzern jetzt mit einem Angebot von 48 USD pro Aktien ein feindliches Übernahmeangebot. Merck bietet damit fast 25 Prozent mehr als den aktuellen Aktienwert an, um das sein Geschäft mit der Spezialchemie auf dem Elektroniksektor zu stärken.

EU-Parlament stimmt der Reform des Urheberrechts zu

Ohne Änderungen wurden die Reformen des Urheberrechts verabschiedet, so das die Änderungen in naher Zukunft umgesetzt werden können. Am Wochenende wurde in vielen Städten Europas massiv gegen die Änderungen des Urheberrechts demonstriert. Plattformen wie Youtube müssen durch die Gesetzesänderungen ihre Marktstrategie überdenken.

Nach Einschätzung von RWI hat der Welthandel nachgelassen

Das Forschungsinstitut RWI hat gemeinsam mit dem Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) einen Containerumschlags-Index entwickelt. Mit diesem wurde im Februar ein Rückgang von 133,9 zu 138,2 im Januar festgestellt. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, sowie das chinesische Neujahrsfest, sollen für den Rückgang verantwortlich sein.

BASF Finanzchef Hans-Ulrich Engel gibt schwaches erstes Quartal bekannt

Bei einer Telefonkonferenz mit Analysten, bestätigte Engel den schon vor einem Monat veröffentlichten langsamen Jahresstart des Unternehmens. Grund dafür soll vor allen Dingen die schwache Automobilbranche sein, die sich wohl auch nicht im zweiten Quartal signifikant erholen wird. Trotzdem will der Chemiekonzern das laufende Jahr mit einem Umsatzplus von bis zu fünf Prozent abschließen.

Deutsche Bahn will 48 Millionen in die Modernisierung der Intercity-Züge investieren

Die Züge sollen in der Zukunft genauso wie die ICEs kostenloses Internet anbieten können. Alleine das kabellose Internet wird die Deutsche Bahn über 30 Millionen Euro kosten. Außerdem sollen die Züge aber auch noch neue Polster, Toiletten und Bezüge bekommen. Bis 2021 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

Das Ifo-Beschäftigungsmeter liegt bei niedrigstem Wert seit zwei Jahren

Das Münchner Ifo-Institut gab heute die Ergebnisse der monatlichen Umfrage bekannt, bei der 9000 Unternehmen befragt wurden. Laut dieser sind die Arbeitgeber bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern aufgrund der schlechten Konjunktur vorsichtiger. Der Index ist das erste Mal seit 2016 wieder im negativen Bereich. Das Institut rechnet im laufenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent, gegenüber 1,4 Prozent im Vorjahr.

EU-Wettbewerbshüter stoppen Untersuchungsfrist für die Übernahme von Innogy

E.on kann die gesetzte Frist zur Abgabe der benötigten Dokumente für die Übernahme der RWE-Tochter Innogy nicht einhalten. Die Wettbewerbshüter haben die Untersuchungsfrist gestoppt, damit das Unternehmen Zeit hat die umfangreichen und detaillierten Datensätze abzugeben. Der Prozess soll in Kürze fortgesetzt werden, damit die Übernahme noch vor Jahresende abgeschlossen werden kann.

Bertelsmann veröffentlicht Milliardengewinn in 2018

Die Bertelsmann Gruppe kann zum vierten Mal in Folgen einen Gewinn in Milliardenhöhe bekannt geben. Bei einem Umsatz von 17,7 Milliarden Euro konnte der Bertelsmann Konzern einen EBITFA von 2,59 Milliarden Euro erzielen. Damit ist der Aktienwert von Bertelsmann einer der erfolgreichsten Werte in vielen Aktiendepots. Bertelsmann ist in 50 Ländern auf der Welt aktiv und beschäftigt 117.000 Mitarbeiter.

Aktivbank verzeichnet stärksten Wachstum seit mehr als 10 Jahren

Die Bank hat heute 13 Prozent mehr Umsatz in der Zentralregulierung und 18 Prozent mehr Umsatz im Factoring bekannt gegeben. Die AKTIVBANK AG verzeichnet für das Geschäftsjahr 2018 ihr stärkstes Wachstum seit nun mehr zehn Jahren. Der Vorstand gibt im Geschäftsbericht 2018 bekannt, dass sich die AKTIVBANK AG mit ihren marktgerechten Finanzdienstleistungen optimal aufgestellt hat.


Letzte Aktualisierung:

Wird 2019 das Jahr der Börsengänge der Superlative?

26. März 2019 13:48
Wird 2019 das Jahr der Börsengänge der Superlative?
5 (100%) 1 vote

Das Börsendebüt von Uber wird im April erwartet, der Jeans Hersteller Levis ist seit letzter Woche an der Börse und Unternehmen wie Pinterest, Airbnb, Slack, Waymo und Palantir stehen schon in den Startlöchern. Wird 2019 ein Jahr der Einhörner?

Im Börsenjargon werden Börsengänge, die mit mehr als einer Milliarde USD bewertet werden, Einhörner genannt und diese werden in den nächsten Monaten wieder Bewegung in die Börsen bringen. Die Einhörner haben sich in den letzten Jahren ausschließlich durch Investoren finanziert, diese wollen jetzt aber ihre Anteile zu Geld machen und die Chancen dafür stehen gut.

Den Anfang macht der Fahrdienstanbieter Lyft diesen Freitag. Im Gegensatz zu seinem direkten Konkurrenten Uber, bietet Lyft seine Dienste nur in den Vereinigten Staaten an. Es scheint, dass die Aktien von Lyft gut bei den Anlegern ankommen, obwohl die beiden Gründer das 20-fache Stimmrecht ihrer Aktien vorbehalten. Bei einem erfolgreichen Börsengang wird das Unternehmen zwei Milliarden USD einnehmen.

Lyft ist mit 19 Millionen Kunden viele kleiner als Uber. Den Umsatz konnte das Unternehmen seit 2016 fast vervierfachen, trotzdem wurde im letzten Jahr noch ein Verlust von 911 Million USD erzielt. Uber hat genau wie Lyft die vertraulichen Unterlagen für den Börsengang im letzten Dezember eingereicht. Um die Anleger zum Kauf der Aktien zu animieren, hat Uber die die Unternehmensergebnisse im Februar bekannt gegeben, obwohl das Unternehmen als nicht börsennotiertes Unternehmen dazu nicht verpflichtet ist. Genauso wie Lyft arbeitet Uber aber auch noch nicht effizient. Obwohl im vierten Quartal 2018 ein Umsatz von 3 Milliarden USD erzielt wurde, schafft es das Unternehmen trotz Einsparmaßnahmen noch nicht einen Gewinn zu erwirtschaften.

Die App von Uber kann mittlerweile in 84 Ländern und in 730 Städten benutzt werden. Mehr als 65 Millionen Kunden nutzen den Service weltweit, damit erreicht Uber einen Marktanteil von über 80 Prozent. Aber den Anbieter plagt das gleiche Problem wie Lyft. Durch die ständige Expansion und die anhaltenden Verluste wird immer mehr Kapital benötigt und zwingt die Unternehmen zu einem Börsengang. Beide Unternehmen müssen Ihre Märkte weiter ausbauen, um sich gegen die neue Konkurrenz auf dem Markt zu behaupten. Tesla, General Motors und vor allem Google mit Waymo drängen in den Markt für Fahrvermittlungsdienste durch autonome Fahrzeuge, gegen die sich Uber und Lyft in naher Zukunft behaupten müssen.

Und es kommen noch an die Börse ….

Airbnb will auch in diesem Jahr an die Börse, wie der Mitbegründer und CTO Nathan Blecharcyk schon im Dezember 2018 erklärte. Es besteht im Moment noch kein fester Termin. Blecharcyk gab aber schon bekannt, das Airbnb im dritten Quartal mit einem Umsatz von einer Milliarde USD sein bestes Ergebnis erzielt hat. Das Unternehmen musste aber Rückschläge hinnehmen, besonders durch Sanktionen von europäischen Städten, die die Vermietung nicht genehmigter Ferienwohnungen immer härter sanktionieren.

Im zweiten Quartal 2019 will auch der Messenger-Dienst Slack an die Börse gehen. Das Unternehmen wird mittlerweile mit mehr als 7 Milliarden USD bewertet und kann durch einen Börsengang eine weitaus höhere Summe erzielen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Kommunikation auf geschäftlicher Ebene, ähnlich wie Whatsapp für Privatpersonen.

Wymo ist die Sparte für autonomes Fahren von Alphabet, auf deren Börsengang viele Anleger warten. Das Unternehmen soll im Moment die Führungsrolle von autonomen Fahrzeugen besitzen und den großen Automobilkonzernen schon zwei Jahre im Voraus sein. Über 391 Patente wurden schon von dem Unternehmen angemeldet. Ein Aktiengang wird vermutet, bis jetzt wurde er von dem Unternehmen aber nicht bestätigt.

Palantir ist eine Datenfirma aus dem Silicon Valley, die der deutschstämmigem Milliardär Peter Thiel gegründet hat. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Analyse von großen Datenmengen und soll an der Festnahme von Osama bin Laden beteiligt gewesen sein. Der Wert des Unternehmens wurde von einer Investmentbank auf bis zu 41 Milliarden USD bewertet, auch wenn Palantir in der 14-jährigen Firmengeschichte noch nie einen Gewinn erzielt hat. Anscheinend drängen die Investoren von Palantir auf einen Börsengang, um ihre Anteile leichter zu machen. Schon vor zwei Jahren gab das Unternehmen bekannt, das es bereit für den IPO sei.

Außerdem stehen die Börsengänge von folgenden Unternehmen in 2019 bevor:

  • Instacart, amerikanischer Lebensmittellieferant. Das Unternehmen wird von Forbes auf 7,6 Milliarden USD eingeschätzt.
  • Cloudflare, Softwarehersteller im Sicherheitsbereich. Soll im ersten Halbjahr 2019 an die Börse gehen, bewertet wird das Unternehmen mit 3,5 Milliarden USD.
  • Robinhood, der alternative Brokerservice hat im September 2018 die Pläne zum Börsengang bestätigt und wird mit 5,6 Milliarden USD bewertet.
  • Postmate, Das Unternehmen soll laut dem „Wall Street Journal“ schon bei Emmissionsbanken angefragt haben.
  • Crowdstrike, Softwarehersteller im Sicherheitsbereich. Das Unternehmen soll Goldman Sachs mit einem Börsengang beauftragt haben.
  • VW Trucks. Die LKW Abteilung von Volkswagen soll 2019 an die Börse gebracht werden. Experten rechnen mit einer Bewertung von bis zu 20 Milliarden Euro.
  • Global Fashion Group, Online-Handel. Das in Luxemburg ansässige Unternehmen wird mit 2,5 Milliarden Euro bewertet und befindet sich schon in der Ankündigungsphase.

Die folgenden Monate werden an den Börsen durch die vielen Neuzugänge sicherlich interessant. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

Letzte Aktualisierung:

Was geschah gestern an den internationalen Märkten?

26. März 2019 7:00
Diesen Beitrag bewerten

Bleiben Sie auf dem Laufendem mit unserer Nachrichten-Zusammenfassung der internationalen Märkte.

Die US-Börsen stabilisieren sich am Montag wieder! Nach den großen Verlusten am vergangenen Freitag, haben sich die amerikanischen Börsen am Montag wieder stabilisiert. Der Dow Jones Industrial, der im Handelsverlauf am Montag überwiegend leicht geschwächelt hatte, beendete den Tag dann aber 0,06 Prozent höher auf 25 516,83 Zählern. Der marktbreite S&P 500 verlor hingegen 0,08 Prozent auf 2798,36 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 0,12 Prozent auf 7316,96 Zähler. Damit zeigt sich, dass die letzte Woche aufgetretenen Konjunktursorgen immer noch auf die Stimmung der Anleger in den USA drücken.

Auf den amerikanischen Börsen standen die Aktien von Apple und Boeing im Mittelpunkt. Beide konnten gestern 2,3 Prozent an Wert zulegen.

Boeing gerät wegen den technischen Problemen mit der Boeing 737 Max noch weiter unter Druck. China hat sich aufgrund der Probleme von Boeing für den Airbus entschieden und einen Großauftrag für 300 A320 und A350 in Milliardenhöhe unterzeichnet. Die Fluglinie American Airline hat weiter Flüge mit der 737 Max gestrichen und ein Flugzeug der Dreamliner-Serie musste wegen Rauchentwicklung notlanden.

Apple hat heute seinen neuen Streaming Dienst vorgestellt, der im Herbst anlaufen soll. Den Anlegern gefiel dieser Schritt nicht so, die Aktie verlor gestern an der Börse 1,2 Prozent von ihrem Wert. Weitere Abo Angebote, wie Zeitungsdienste und Spielangebote konnten die Anleger nicht von den schlechten iPhone Verkäufen im letzten Quartal ablenken.

Der Pharmakonzern Biogen hat mit Aktienrückkäufen versucht die Anleger versöhnlich zu stimmen. Die Aktienwerte des Unternehmens verloren in der vergangenen Woche fast ein Drittel des Werts, weil wichtige Studien mit einem Alzheimermedikament fehlgeschlagen sind. Die Aktie konnte gestern um 1,6 Prozent zulegen.

Die Aktien des Softwareherstellers Avaya konnten gestern über 30 Prozent an Wert zulegen und beendeten den Tag mit 17,51 USD. Grund dafür war ein Übernahmeangebot von einem nicht genannten Investor, der laut dem Unternehmen 20 USD pro Aktie angeboten hat. Letzten Freitag waren die Aktien noch auf ein Rekordtief von 13 USD gefallen.

Gestern Abend hat das britische Parlament mit Gesprächen über die weiteren Schritte bei dem geplanten EU-Austritt begonnen. Am späten Montagabend hat das britische Parlament gegen den Willen der Regierung entschieden, am Mittwoch über die Alternativen zum Brexit-Abkommen abzustimmen. Das Ergebnis der Abstimmung wird als weitere Schlappe für die Premierministerin May gewertet.

Der Kurs des Euros verlief gestern eher ruhig, am Ende des Börsentags an der Wallstreet kostete ein Euro 1,1313 USD. Gegenüber dem Franken verlor der Euro an Wert. Gegen Abend fiel der Euro von 1,1232 auf 1,1224. Der USD kostet weiterhin 0,9923 Franken.

Der britische Satellitenbetreiber Inmarsat steht vor der Übernahme durch Finanzinvestoren. Ein Konsortium um die Beteiligungsgesellschaften Apax Partners und Warburg Pincus sowie die Pensionsfonds Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB) und Ontario Teachers’ Pension Plan Board (OTPPB) bietet umgerechnet drei Milliarden Euro für das an der Londoner Börse gelistete Unternehmen, wie Inmarsat am Montag mitteilte. Das Konsortium bietet 45 Prozent mehr, als die Aktie noch im Februar wert war.


Letzte Aktualisierung:

Apple präsentiert sich als neuer Konkurrent von Netflix

25. März 2019 23:34
Diesen Beitrag bewerten

Am späten Montagnachmittag stellte der Apple Chef Tim Cook in Cupertino den neuen hauseigenen Streaming-Dienst vor. Der Dienst wird unter dem Namen „Apple TV Plus“ direkter Konkurrent von Netflix.

Schwere Zeiten brechen für Netflix ein, nach Disney und Warner Media hat jetzt auch Apple den eigene Streaming-Dienst vorgestellt. Das amerikanische Wallstreet Journal zitierte einen Apple Insider, das Apple den Dienst intern schon „Netflix-Killer“ getauft hat.

Apple hat in dem letzten Quartal deutlich Probleme mit dem Absatz von den iPhones gehabt und versucht sich jetzt anscheinend auch in anderen Sparten aufzustellen. Damit legt sich das wertvollste Unternehmen auf der Welt mit dem noch unbestrittenen Führer auf dem Streaming Markt an.

Der Markt ist sehr lukrativ, in nur sieben Jahren haben sich die Streamingdienst-Kunden versechsfacht, mittlerweile vertreiben sich schon 650 Millionen Menschen weltweit die Langeweile mit den Online-Diensten.

Netflix ist mit mehr als 140 Millionen Benutzern noch am besten aufgestellt. Allerdings beziffert das Unternehmen auch die Produktionskosten im letzten Quartal für die laufenden Programme auf 19,3 Milliarden USD und das waren nur die Kosten für Produktionen, die noch nicht in der Bilanz verbucht wurden. Aber im Gegensatz zu Netflix will Apple keine eigenen Produktionen zeigen, sondern nur als Plattform für andere Unternehmen fungieren. Abonnenten sollen durch den Dienst Zugriff auf Dienste von HBO, Starz und Showtime haben.

Ob das reicht um auf dem kompetitiven Markt zu bestehen, ist fraglich. Warner Media und Disney können auf eine große Anzahl von exklusiven Produktionen zurückgreifen und haben in den letzten Jahrzehnten eine große Expertise in dem Entertainment-Bereich aufgebaut. Mit der Übernahme von 21st Century Fox kann Disney auf eine eigene Armee von Superhelden zurückgreifen, die im Moment sehr gefragt sind. Dann gesellen sich zu den Helden aus Star Wars auch die Avenger, X-Men und Kingsmen.

Tatsächlich dürfte es der Streaming Dienst von Apple unter all der Konkurrenz am schwersten haben. Tim Cook will nur eine Milliarde USD in eigene Inhalte investieren, Summen über die die Konkurrenz wahrscheinlich nur lachen kann. Außerdem muss Apple erst einmal Erfahrungen in dem Bereich machen und Expertise aus Hollywood war noch nie billig. Experten sehen in naher Zukunft eher einen harten Kampf zwischen Disney und Netflix aufkommen und Apple als Außenseiter in dem Geschäft. Genau das Underdog-Image, mit dem Apple schon seit Jahrzehnten erfolgreich ist.


Letzte Aktualisierung:

Der Börsenspiegel – was geschah heute!

25. März 2019 18:45
Diesen Beitrag bewerten

Der Börsenspiegel vom 25. März 2019

Fusion Deutsche Bank und Commerzbank

Die Deutsche Bank hat heute die Gehaltserhöhung ihrer Top-Manager veröffentlicht. Im letzten Jahr hat die Deutsche Bank einen Gewinn von 340 Millionen Euro erzielt, zahlt aber den Managern Boni in Höhe von 1,9 Milliarden Euro aus.  Gleichzeitig gab der Deutsche Bank-Chef Christian Sewing weitere Sparmaßnahmen bekannt. Der meist diskutierte Punkt bei der Fusion der beiden Banken bleibt auch weiterhin die Gefahr der Massenentlassungen. Die Gewerkschaft Ver.di hat die Beschäftigten der beiden Banken zu einem Warnstreik am 28. März aufgerufen.

Verkauf von Uhrenhersteller Patek Philipe

Seit Wochen kursieren Gerüchte über einen möglichen Kauf Verkaufs des Uhrenherstellers Patek Philipe. Den Gerüchten zufolge hatte Rolex an dem Familienunternehmen Interesse. Der Patek-Präsident Thierry Stern gab aber heute auf der Schmuckmesse Baselword bekannt, das das Unternehmen auch weiterhin selbständig bleiben wird und an die nächste Generation vererbt wird.

Bayer-Chef Werner Bauman hält Monsanto-Deal immer noch für richtig!

Laut Baumann sind die Kursverluste stark übertrieben. Seit vergangenen Sommer hat die Aktie des Bayer-Konzerns 40 Prozent an Wert verloren, aber der Bayer-Chef hält den Monsanto Kauf immer noch für eine gute Idee. Die Aktie ist heute wieder 2,88 Prozent gefallen und gab nur alleine in der vergangenen Woche 12,5 Prozent nach.

Bayer hat sich erst heute mit dem Partnerunternehmen Janssen Pharmaceuticals mit Klägern in einem Gerichtsverfahren wegen des Blutdrucksenker Xarelto geeinigt. Die beiden Unternehmen zahlen den Anklägern eine Abfindung von 775 Millionen USD.


Lufthansa muss wegen Softwareproblemen der Flugsicherung Flüge streichen

46 Verbindungen mussten heute von der Lufthansa in Frankfurt gestrichen werden, davon waren 4500 Personen betroffen. Die Flugsicherung muss ihre Kapazität wegen Problemen mit der Software um 25% einschränken, eine alternative Software soll in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag installiert werden. Der Aktienwert der Lufthansa fiel heute um 0,69%.

Fusionieren Peugeot und Fiat Chrysler?

Der Verwaltungsratschef von Fiat hat heute in einem Interview sein Interesse an einer Fusion der beiden Unternehmen bestätigt, nachdem schon letzte Woche von Peugeot Interesse gezeigt wurde. Die Aktien von Fiat Chrysler wurde heute 2,02 Prozent teurer, während die Aktie von Peugeot 2,84 Prozent Ihres Werts verlor.

Sportartikelherstelle muss Strafe zahlen

Die Wettbewerbshüter der EU haben heute eine 12,5 Millionen hohe Strafe über den amerikanischen Nike Konzern verhängt. Nike soll Händler bei grenzüberschreitenden Verkäufen von Lizenzprodukten eingeschränkt haben und dadurch gegen das Kartellrecht verstoßen haben. Bei den Milliarden-Umsätzen wird dem Unternehmen die Strafe aber keine Probleme bereiten. Die Aktie von Nike konnte heute einen leichten Gewinn verzeichnen.

Adler Real Estate stößt Vermögenswerte ab

Das in Berlin ansässige Unternehmen hat heute bekannt gegeben, dass es über die Tochtergesellschaft Brack Capital Properties Vermögenswerte in Höhe von 180,6 Millionen Euro abgestoßen hat. Die Einnahmen sollen zur Tilgung von Bankschulden verwendet werden und das Unternehmen will sich in Zukunft nur noch auf Wohneinheiten in Deutschland konzentrieren.

Aktie von Vossloh wird durch Modernisierungsprogramm der Bunderegierung angetrieben

Gut einen Prozent konnte die Aktie des Bahninfrastrukturkonzerns gut machen, weil die Bundesregierung in die Modernisierung des Schienennetzes 50 Milliarden Euro investieren will. Der Wert der Aktie hängt seit fast sechs Wochen in dem SDax mit einer Spanne zwischen 40,50 Euro und 42,50 Euro.

Avaya Aktie steigt nach Übernahmespekulation um 30 Prozent

Der Wert des Anbieters von Kommunikations-Software konnte heute so drastisch zunehmen, weil das Unternehmen bekannt gab, das ein Übernahmeangebot für 20 USD pro Aktie von einem nicht genannten Investor geprüft werde. Die Aktie konnte die letzte Woche mit einem Wert von 13,21 USD abschließen.

Scout 24 zeigt Interesse an Übernahme von Mobile.de

Die Investoren Hellmann & Friedman und Blackstone wollen wieder bei Scout 24 mit einem 5,7 Milliarden schwerem Übernahmeangebot einsteigen. Mit dem Kauf von der Ebay Kleinanzeigensparte Mobile.de will das Unternehmen seine Marktposition festigen.


Letzte Aktualisierung:

Wie wird der harte Brexit den deutschen Aktienmarkt beeinflussen?

23. März 2019 21:36
Diesen Beitrag bewerten

Der Austrittstermin von Großbritannien ist zunächst bis zum 12. April verlängert worden ist, wenn das englische Parlament nicht in der nächsten Woche das Brexit-Abkommen genehmigt. Die Folgen eines harten Brexits können auch unberechenbare Konsequenzen für Privatanleger mit deutschen Aktienwerten haben.

Sollte das Parlament das Brexit-Abkommen verabschieden, dann könnte sich der Austrittstermin bis zum 22. Mai verlängern. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass es äußerst schwer wird für die Premierministerin May, die dafür benötigten Stimmen zu bekommen.

Klar ist bis jetzt nur, dass ein harter Brexit die englische Wirtschaft hart treffen wird. Aber auch die europäischen und insbesondere die deutschen Unternehmen müssen mit einschneidenden Konsequenzen rechnen. Wie sollen sich aber Aktienbesitzer verhalten, in deren Depots sich Papiere von Unternehmen befinden, die von dem Import oder Export von Waren aus Großbritannien abhängig sind.

Exporte und Importe aus Großbritannien

Großbritannien ist mit Exporten in Höhe von 85 Milliarden Euro im Jahre 2018 der viertgrößte Handelspartner Deutschlands. Deutsche Unternehmen haben letztes Jahr aber nur 36 Milliarden Euro aus dem Vereinigten Königreich importiert. Das entspricht weniger Importen als aus Polen, der Tschechischen Republik und Belgien. Ein harter Brexit würde dementsprechend den Absatz von Waren in England härter treffen, als Unternehmen die auf Rohstoffe aus Großbritannien angewiesen sind, oder den Absatz von englischen Waren in Deutschland.

Insgesamt wurden 2018 Waren im Wert von 82 Milliarden Euro aus Großbritannien nach Deutschland importiert. Das entspricht einem Rückgang von 2,8 Prozent zum Vorjahr.

Die Automobilindustrie trifft es am härtesten!

Am härtesten betroffen wäre die Kraftfahrzeugindustrie von einem harten Brexit. 2018 wurden über 22 Milliarden Euro von der Insel nach Deutschland importiert. Die Importe haben sich schon um 9,8 Prozent gegenüber 2017 verschlechtert und der harte Brexit würde die Industrie noch weiter schwächen. Allerdings befinden sich 95 Prozent der Pkw-Produktion nicht mehr in englischer Kontrolle, da die Traditionsmarken wie Jaguar, Land Rover und Mini von ausländischen Unternehmen übernommen wurden.

Ein wichtiger Faktor für die Automobil-Importe aus Großbritannien ist, das die Teile für die Kraftfahrzeugindustrie oft mehrmals die Grenzen überschreiten und dann durch die anfallenden Zölle nicht mehr effizient in England hergestellt werden können. Einige Hersteller haben schon Vorsichtsmaßnahmen getroffen und die Produktion von Fahrzeugteilen verlagert. Einige der 799.000 Arbeitsplätze in der englischen Automobilindustrie wurden schon jetzt abgebaut oder werden durch einen harten Brexit gefährdet.

Der Maschinenbau ist der zweitgrößte Exportschlager deutscher Firmen nach Großbritannien. 2018 wurden Maschinen und Ersatzteile im Wert von 9,45 Milliarden Euro nach England ausgeliefert. Im Gegensatz dazu konnten nur 3,05 Milliarden englische Maschinen und Ersatzteile in Deutschland abgesetzt werden. Interessant ist, dass der Import von englischen Maschinen 11,14 Prozent gestiegen ist und der Verkauf deutscher Maschinen nur um 3,48 Prozent. Ein harter Brexit würde also im Bereich Maschinenbau die englische Industrie um so heftiger treffen.

Allgemeine Folgen des Brexits für Aktienanleger

Die Folgen für Unternehmen mit Handelsverbindungen nach Großbritannien sind nicht berechenbar. Eins ist aber jetzt schon klar, je grösser das Handelsvolumen oder die Abhängigkeit mit Handelspartnern in England ist, desto grösser sind die Konsequenzen.

Deutsche Firmen haben sich auf den Brexit schon vorbereitet. Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer hat zusätzliche Lager angemietet, um einen Vorrat an Medikamenten anzulegen. Der bayrische Automobilbauer BMW hat die Sommerferien der Mitarbeiter in dem Mini-Werk in Oxford vorgezogen. Durch einen ungeordneten Brexit wird aber eine komplexe Situation entstehen, wodurch die Vorkehrungen die Unternehmen nicht vor allen Eventualitäten schützen können.

Es entsteht ein unklare Zollsituation

Besonders die auftretenden Zölle werden den Unternehmen finanzielle Probleme machen. Auch die Zulassungen von Produkten wird zu mindestens in den ersten Monaten komplizierter, da bis jetzt noch keine klaren Vorlagen für viele Industriezweige existieren. Das Chaos könnte sich auf viele Bereiche ausweiten, da es bis jetzt noch keine klare Gesetzeslage für den Handel gibt. Experten rechnen mindestens mit einem Rückgang von einem halben Prozentpunkt beim Wachstum in Deutschland, in Großbritannien dürfte es sich um viel mehr handeln. Die Wirtschaftswachstumsprognosen im laufenden Jahr liegen für die Bundesrepublik Deutschland bei 1,1 Prozent, ein halber Prozentpunkt würde dann das Wachstum fast halbieren.

Eine Faustregel an den Börsen lautet, desto schwächer die Währung ist, desto höher steigen die Aktienkurse. Nach dem Tief im letzten Dezember hat sich der Britische Pfund wieder um 5 Prozent erholt. Der Leitindex FTSE 100 konnte seit dem Tiefstand am 27. Dezember 2018 bis heute um rund 500 Punkte zulegen. Der Effekt des Brexits auf die deutschen und englischen Aktien bleibt also höchst ungewiss, da wir ihn mit keinem anderen Szenarium vergleichen können. Die politischen Entscheidungen bis zum 22. Mai können die Situation stabilisieren, die Hoffnungen auf einen geregelten Ausstieg von Großbritannien werden aber immer geringer. Es gibt keine politische Berechenbarkeit, die für eine Grundlage des privatwirtschaftlichen Handels herangezogen werden kann.

Analysten empfehlen daher Ruhe zu bewahren und empfehlen besonders Kleinanlegern nicht auf kurzfristige Kursänderungen mit Panikverkäufen zu reagieren. Das Risiko der einzelnen Aktienwerte kann aufgrund der Abhängigkeit der Unternehmen von den Handelsgeschäften mit Großbritannien bewertet werden, sollte aber nur als ein Teil einer gewissenhaften Aktienanalyse gesehen werden.


Letzte Aktualisierung:

Die neusten Artikel

Diesen Beitrag bewerten

Letzte Aktualisierung: