Aktuelle Inhalte

4. März 2019
Von: Benjamin

Aktuelle Kolumnen

Wie Zinserwartungen den Wechselkurs treiben

21 März, 2019 7:14 am

Die gestrige Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ist in dieser Woche zweifellos das wichtigste Ereignis für die Börsen. Wir können jedoch auch einmal in Richtung Osten blicken, wo die Bank of Japan (BoJ) die Geldpolitik im Währungsraum des Yen...

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DAX: Zwei von fünf Hürden wurden übersprungen

20 März, 2019 10:00 am

Der DAX konnte gestern noch einmal deutliche Stärke zeigen und damit weitere bullishe Signale generieren. Nachdem der Index in den vorangegangenen Handelstagen noch haarscharf unterhalb der Marke von 11.726,62 Punkten blieb, hat er diese mit den gestrigen Kursgewinnen nun klar...

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Aktuelle Unternehmensneuigkeiten

Tom Tailor Aktie steigt um 6 Prozent nach Verkauf von Bonita

21. März 2019 17:00
Tom Tailor Aktie steigt um 6 Prozent nach Verkauf von Bonita
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Das Hamburger Modehaus Tom Tailor hat das Tochterunternehmen Bonita verkauft. Die Aktie der Modekette stieg daraufhin um fast 6 Prozent.

Der Vorstandschef Heiko Schäfer hat einen wichtigen Erfolg erzielt, um die Modekette Tom Tailor zu sanieren. Er hat es geschafft, das erfolglose Tochterunternehmen Bonita an die niederländische Modekette Victory & Dreams Holding zu verkaufen.

Nach Aussage des Vorstandschefs, können durch den Verkauf klare Verhältnisse gesetzt werden und freie Kapazitäten geschaffen werden. Außerdem kann sich Tom Tailor jetzt auf das profitable Wachstum der Kernmarke konzentrieren. Die Situation in Bonito umschrieb Schäfer mit einem herausfordernden Restrukturierungsprozess. Über die Kondition des Verkaufs wurde ein gegenseitiges Stillschweigen vereinbart.

Laut dem Tom Tailor CFO Thomas Dressendörfer haben die neuen Besitzer ein klares Weiterführungskonzept für den derzeitigen Standort und die Marke Bonita. Die neuen Besitzer aus den Niederlanden werden in Zukunft eng mit dem Filialisten Witteveen zusammenarbeiten, der auch ein Teil der Victory & Dreams Holding ist.

Die Victory & Dreams Holding hat vor kurzem negative Schlagzeilen in Deutschland durch die Miller & Monroe Kette gemacht. In der Bundesrepublik wird die Kette von der Vidrea Deutschland GmbH geleitet, die in einem vorläufigem Insolvenzverfahren steckt. Auch die Vidrea Retail BV in den Niederlanden scheint jetzt finanzielle Probleme zu haben. Sie betreibt die Miller & Monroe Filialen im Nachbarland. Mehrere Gläubiger haben Medien zufolge das Insolvenzverfahren für das Unternehmen beantragt. Die Geschäftsleitung von Vidrea Retail BV überlegt rechtliche Schritte einzuleiten.

Der Pressesprecher von Videa Retail BV versucht die momentane Situation noch mit dem Versuch von Vermietern zu erklären, die Druck auf Verhandlungen und Konflikte mit der Gruppe machen wollen.

Tom Tailor hat die Marke Bonita vor sieben Jahren übernommen und wollte mit dem Kauf das Wachstum verbessern. Der Kauf erwies sich aber als nicht rentabel. Bonita beschäftig noch 300 Mitarbeiter in Haminkeln und erzielte 2018 einen Verlust von 6,6 Millionen Euro, bei einem Umsatz von 172 Millionen Euro.


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Levis erhöht den Ausgabepreis der Aktien auf 17 USD

21. März 2019 15:06
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Aufgrund der großen Nachfrage konnte Levis den Ausgabepreis der Aktie von den vorher geplanten 14 – 16 USD auf 17 USD erhöhen.

Die zweite Aktienausgabe des Kulthersteller Levi Strauss legt heute einen erfolgreichen Börsengang hin. Es ist der zweite Börsengang, 1971 wurden die ersten Aktien ausgegeben, in den 80er Jahren wurde das Unternehmen aber wieder privatisiert. Unter dem Kürzel „Levi“ wird die Aktie heute von Levi Strauss an der New Yorker Börse ausgegeben. Die Marktbewertung liegt dann voraussichtlich bei 6,6 Milliarden Euro. Damit wird der Börsengang ein großer Erfolg für das Unternehmen.

Noch vor einigen Jahren hatte das Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen und dem angestaubten Image des Unternehmens zu kämpfen. 2011 übernahm der neue Vorstandschef Charles Bergh die Führung und machte das Unternehmen wieder lukrativ. Die derzeitigen Eigentümer sind die Nachfahren des 1853 aus Bayern ausgewanderten Levi Strauss. Er eröffnete mit seinem Partner Jacob Davis ein Textilgeschäft an der Westküste und spezialisierte sich auf die robuste Arbeitskleidung der Goldschürfer. Die beiden gelten als die Erfinder der Jeans.

Die Familie behält auch nach dem Börsengang ein mehrheitliches Stimmrecht. Sie behalten A-Aktien im Wert von 700 Millionen Euro, die ein zehnfaches Stimmrecht haben.

In den für den Börsengang benötigten Unterlagen gibt Levis einen Gewinn von 285 Millionen USD an, die Erlöse betrugen 5,6 Milliarden USD. In den 90er Jahren wurden noch bis zu 7 Milliarden Euro erzielt, bis die Jeans-Hose nicht mehr modisch angesagt war. Levis fehlte zu dieser Zeit eine klare Strategie und ein gutes Marketing.

Das Unternehmen wendete sich 2011 an den Konsumgüterspezialisten Charles Bergh, der vorher schon Gillette erfolgreich in Procter & Gamble integriert hat. Er fing an die Produktion ins Ausland zu verlegen und Kosten zu senken. Er musste mehr als 2 Milliarden USD Schulden abbauen und die Fertigung modernisieren. Heutzutage werden die Jeans mithilfe von Lasern gealtert und nicht mehr in kostenintensiven Waschvorgängen mit Steinen. Bis 2015 musste er an dem Image des Unternehmens arbeiten und auch für Frauen die Marke wieder interessant machen. Bis dahin waren 80 Prozent der Käufer männlich.

Die Einnahmen aus dem Börsengang werden in den Wachstum und in die Modernisierung des Unternehmens investiert. Levis arbeitet an einem neuen Comeback der Marke, mit neuen Produkten dem vermehrten Einsatz der sozialen Medien. Laut Bergh ist es sein Traum, das historische Umsatzhoch wieder zu erreichen und die Zehn-Milliarden-Hürde zu knacken.

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Die großen Automobilhersteller diskutieren heute über die Elektromobilität

20. März 2019 17:20
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Heute Abend treffen sich die Spitzenmanager der deutschen Automobilhersteller, um die Richtung der zukünftigen Modellpolitik festzulegen und in wieweit eine Zusammenarbeit möglich ist.

Die Liste der Teilnehmer kann nicht exklusiver ausfallen. Der Daimler Chef-Dieter Zetsche, der BMW-Chef Harald Krüger, der VW-Chef Herbert Diess und der Präsident des Autoindustrieverbands VDA, Bernhard Mattes, wollen sich heute gemeinsam an einen Tisch setzen und wichtige Themen für die Zukunft der Automobilindustrie besprechen.

Es geht darum einen offenen Streit in der Automobilbranche beizulegen, in dem es darum geht, ob es in Zukunft nur Förderungen für Elektrofahrzeuge geben soll. Volkswagen will sich komplett auf die Entwicklung und die Produktion von Elektrofahrzeugen konzentrieren, während BMW sich für eine Technologiefreiheit einsetzt.

Die Gründe von BMW sich nicht ausschließlich auf die Entwicklung der Elektromobilität zu konzentrieren, klingen logisch. In vielen Teilen der Welt entwickelt sich die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge nur langsam und deswegen wird in vielen Ländern der Antrieb auf Basis von Wasserstoff sinnvoller sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der heutigen Diskussion wird die Möglichkeit sein, bei der Entwicklung und der Produktion der neuen Generation von Fahrzeugen zusammen arbeiten zu können. Dafür ist eine klare gemeinsame Linie nötig, weil besonders Volkswagen die Förderung auf kleine Elektrofahrzeuge konzentrieren will. BMW baut aber vor allen Dingen große Autos und hat heute schon zehn Hybrid-Modelle im Programm.

Alle deutschen Automobilhersteller sind sich einig, dass die technologischen Anforderungen der nächsten Generation von Kraftfahrzeugen nur sehr schwer von einem Automobilhersteller alleine finanziert und entwickelt werden können. Alle haben es verpasst in den letzten Jahren in die neuen Technologien zu investieren, um jetzt schon kompetitive Produkte anbieten zu können.

Auf der anderen Seite besteht in Deutschland und in den meisten Ländern auf der Welt noch keine geeignete Infrastruktur für die Elektromobilität. In vielen Länder wird der Ausbau eines Netzes aufgrund der Infrastruktur und der Kosten fast unmöglich. Deswegen kann davon ausgegangen werden, dass einige Länder die Antriebe auf Wasserstoffbasis vorziehen werden.

Auch in Deutschland hat ein Strategiepapier für einen Konflikt gesorgt, dass sich aber nach der Meinung von vielen Spezialisten zu eng an dem Volkswagen-Konzern orientiert. Das Papier stellt klar, dass die bisherige Förderung des Verkaufs und der Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität nicht ausreichend ist. Auch der Handelsverband HDE beklagt sich über eine unwirksame und bürokratische Förderung von Ladesäulen durch den Bund. Nach dem Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, gibt es für die Branche im Moment noch keinen wirtschaftlichen Anreiz für den Aufbau einer Infrastruktur von Ladesäulen. Auch wenn berücksichtig wird, das im Moment noch sehr wenige Elektrofahrzeuge im Betrieb sind.

Der Einzelhandel wäre mit den 38.000 Standorten und den 1,9 Millionen Parkplätzen der ideale Partner um das Netzt effektiv auszubauen. Unterstützt wird die Förderung von kleinen Elektrofahrzeugen auch von der Verbraucherzentrale Bundesverband, die vom Bund eine Verlängerung der Förderung für kleine E-Autos verlangt, da große Elektrofahrzeuge nicht wirklich zielfördernd und zukunftsfähig sind. Der Ausbau des Netzwerks für Ladestationen wird natürlich auch von den großen Energiekonzernen bevorzugt.


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EU-Kommission verhängt Geldstrafe für den Suchdienst Google

20. März 2019 16:18
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1,49 Milliarden Euro muss der amerikanische Suchdienst an die EU zahlen, weil Google auch bei AdSense die marktbeherrschende Stellung ausgenutzt hat.

Seit zehn Jahren beobachtet die EU Kommission das Geschäftsgebaren des amerikanischen Internet-Giganten Google. Dreimal haben sie schon eine Strafe in Milliardenhöhe gegen das Unternehmen verhängt.

Bei der aktuellen Strafe soll die Konkurrenz durch den Dienst „AdSence for Search“ in unzulässiger Art behindert worden sein. Durch diesen Dienst können auf den eignen Webseiten Google Suchmasken eingebunden werden, dafür müssen von den Webseiten Gegenleistungen erbracht werden. Die Betroffenen mussten dafür einen Vertrag mit dem Dienstleister eingehen, der ihnen verbot andere Anbieter zu nutzen. Seit mindestens 2006 nutzte das Unternehmen diesen Service, um die eigene Position zu sichern. 2016 hob Google die Einschränkungen auf, nach dem die EU-Kommission bei dem Unternehmen Einwände anmeldete.

Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager begründete die Entscheidung mit der mehr als zehn Jahre langen Marktbeherrschung von Google, die das Unternehmen missbraucht hat und anderen Unternehmen die Chancen auf einen fairen Wettbewerb und Innovationen verbaut hat.

Schon 2017 verhängte die Kommission eine Strafe von 2,42 Milliarden Euro, weil das Unternehmen seine Marktbeherrschung bei Produktanzeigen in Suchergebnissen ausgenutzt hat. Wegen der Wettbewerbseinschränkungen bei dem Betriebssystem Android für mobile Geräte, hatte die Kommission 2018 sogar die Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro verhängt. Auch wenn Google die Strafe innerhalb eines Quartals wiedergutmachte, setzte die Kommission die gewünschten Änderungen durch. Gerätehersteller müssen inzwischen für die Apps von Google Geld bezahlen, wenn Sie das Android System auf ihren mobilen Geräten anbieten.

AdSense ist eher ein Nischenprodukt für den Konzern. Aber in diesem Fall geht die EU-Kommission gegen einen Teil des Kerngeschäfts von dem Unternehmen vor. Auch wenn für den Umsatz von AdSense keine Zahlen vorliegen, ist er ein Teil der Werbeeinnahmen, mit dem Alphabet noch den größten Anteil an den Umsätzen generiert. Nur alleine im letzten Quartal 2018 erzielte Aphabet dank der Werbeeinnahmen einen Gewinn von 7,9 Milliarden Euro.


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Warum Amazon immer noch Wachstumspotenzial hat

20. März 2019 14:10
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Amazon ist weltweit der größte E-Commerce Konzern der Welt. Eine Studie von Wels Fargo hat jetzt gezeigt, welches Wachstumspotential der Internet Gigant noch nutzen kann.

Die Bank Wells Fargo hat sich in einer Studie mit dem Einzelhandel und dem Versandhändler Amazon beschäftigt. Die Ergebnisse sind teilweise überraschend, besonders weil der Online-Handel als Gegner des Einzelhandels gilt und für den wirtschaftlichen Tod von vielen Geschäften verantwortlich gemacht wird. In der Realität beträgt der Anteil der Verkäufe im Internet am gesamten Einzelhandel nur 10%. Wenn der Gesamtverkauf um die Artikel bereinigt wird, die nicht oder nur selten online gekauft werden, wie zum Beispiel Kraftstoffe oder Lebensmittel, dann beträgt der Anteil 20%.

Für den Einzelhandel sind dies keine positiven Nachrichten. Den Analysten zufolge dominiert Amazon sein Marksegment mit einem Anteil von 30 – 35 Prozent. Im Gegensatz zu der Konkurrenz, erzeugt Amazon aber 50% das gesamte Wachstum im Internethandel. Jeff Bezos hat es geschafft sein Unternehmen seit 2010 jährlich um mindestens 1% wachsen zu lassen und es gibt noch genügend Potenzial um weiterhin zu wachsen.

Der Internet-Gigant mit Sitz in Seattle hat keine Probleme neue Kunden anzusprechen, obwohl er schon eine gigantische Anzahl von Stammkunden hat. In der Studie von Wells Fargo wurden 1.500 Menschen in den USA befragt, davon waren schon 93 Prozent Kunden von Amazon. Aber die Analysten fanden auch heraus, dass die Besucherfrequenz im letzten Jahr um 6 Prozent angestiegen ist. Amazon hat es geschafft, die Einkäufe pro Kunden um 5 Prozent zu steigern. Bei der Kundenzahl von Amazon ein riesiges Potential.

Interessant ist die erfolgreichste Sparte des Unternehmens. Obwohl Amazon nicht als Versandhändler für Modeartikel bekannt ist, machen der Verkauf von Kleidung und Schuhen 9,9 Prozent des Verkaufs des Unternehmens aus. Dies entspricht einem Anteil von 42,5 Prozent des gesamten Online-Verkaufs der Bekleidungsindustrie. Der amerikanische Supermarkt-Gigant Walmart ist nur mit 8,3 Prozent an dem Markt beteiligt. Es ist schon bemerkenswert, das Amazon eigentlich nicht als Versandhändler für Modeartikel bekannt ist, aber doch Marktführer in dem Segment ist.

Amazon drängt aber jetzt in eine Marktsegment ein, das noch viel mehr Potenzial hat als das eigentliche Kerngeschäft. Mit Amazon Business drängt das Unternehmen nun in den B2B Markt ein. Die Idee ist die positiven Attribute des Stammgeschäfts auf Unternehmen, Regierungsorganisationen und den Bildungssektor zu übertragen. Die Analysten der Bank of America trauen dem Unternehmen zu, den großen Bedarf der B2B Kunden mit der bekannten breiten Auswahl und der Lieferfreundlichkeit abzudecken. Der Analyst Justin Post von der Bank of America schätzt, dass dieser Markt ein Potential von über 1.400 Milliarden USD im Jahre 2021 erreichen wird. Dies entspricht dem doppelten Marktpotential wie der klassische B2C Markt.

Das glaubwürdige Ziel des Unternehmens ist es bis 2021 zehn Prozent des B2B Markts in den USA und 5 Prozent des internationalen Markts abzudecken. Dies entsprechen einem Marktwert von bis zu 245 Milliarden USD.


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Jetzt wird es im Glyphosat-Streit eng für den Chemiekonzern Bayer

20. März 2019 7:35
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Ein amerikanisches Gericht hat in San Francisco einen Gerichtsfall gegen den Monsanto Konzern entschieden, was für den Bayer Konzern schwerwiegende Folgen haben kann.

Der Amerikaner Edwin Hardeman hat den Konzern in San Francisco angeklagt. Der Mann hatte das Unkrautvernichtungsmittel Roundup über 26 Jahre lang mehr als 300 Mal benutzt und war an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Das das Gericht sich für den Kläger entschieden hat, ist für die US-Tochter Monsanto ein herber Rückschlag. Das Gericht entschied, das es einen Zusammenhang zwischen dem Mittel und der Krebserkrankung von Hardeman gibt.

Den Gerichtsfall hat der Richter Vince Chhabria in zwei Phasen geteilt. In der ersten wurde von den sechs Geschworen ein Zusammenhang zwischen dem Mittel und der Erkrankung festgestellt und im zweiten Teil soll die Höhe des Schadenersatzes geklärt werden. Im vergangenen Jahr wurde der Leverkusener Konzern schon zu einer Strafe von 79 Millionen USD-Dollar für Gesundheitsschäden des gleichen Mittels verurteilt.

Das Gerichtsverfahren gilt als so genannter Bellwether-Fall, die als Test für weiter Anklagen gegen den Konzern gelten. Im zweiten Teil des Gerichtsverfahrens geht es jetzt darum, ob das Verhalten von Monsanto für die Schäden verantwortlich war und in welcher Höhe die Entschädigung ausfällt. Hätten die Geschworenen den Konzern im ersten Teil für Unschuldig erklärt, wäre das Gerichtsverfahren damit beendet. Der Anwalt von Monsanto argumentierte vor Gericht, das die Ursache des Lymphdrüsenkrebs Non-Hodgkin Lymphom noch unbekannt wäre und niemand klar die Ursache identifizieren kann. Bei Hardemann gab es außerdem weitere Risikofaktoren, wie sein hohes Alter und eine Hepatitis Erkrankung.

Die Geschworen entschieden, dass es einen Zusammenhang gibt und bereiten damit eine Grundlage für die weiteren 11.200 Klagen, die auf Bayer wegen des Unkrautvernichters Roundup warten. Bayer hat den amerikanischen Konzern im vergangenen Jahr für 63 Milliarden USD übernommen. Schon nach dem ersten verlorenen Gerichtsfall verlor die Bayer Aktie stark an Wert.

Bis jetzt zeigt sich Bayer noch zuversichtlich, dass in der zweiten Phase des Gerichtsfalls die Unschuld von Monsanto bewiesen werden kann. Das Verhalten des Konzerns soll angemessen gewesen sein und das Unternehmen nicht an der Krebskrankheit des Angeklagten schuld sein.

Laut dem Unternehmen wird Roundup schon seit vier Jahrzehnten in den USA von Landwirten eingesetzt und gilt als wichtiges Mittel um die Versorgung mit Agrarprodukten sicher zu stellen. Wissenschaftliche Studien sollen bewiesen haben, dass das Mittel keinen Krebs verursacht.


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